Stats

Anzeige
Home News Wirtschaft Pandemie kostete bisher über 100.000 Jobs in Japan

Droht Japan eine Kündigungswelle?

Pandemie kostete bisher über 100.000 Jobs in Japan

Die Pandemie kostet, laut aktuellen Daten des Arbeitsministeriums, mehr als 100.000 Menschen in Japan bisher ihren Job.

Laut den Daten, die am Mittwoch veröffentlicht wurden, liegt die Zahl bei 100.425 und damit fast 20.000 mehr als vor 4 Monaten.

Kündigungen wegen der Pandemie haben im März wieder zugenommen

Zwar gehen Experten davon aus, dass die Beschäftigungssicherheit in Japan weiterhin hoch bleiben wird, allerdings steht das Land kurz davor, von einer weiteren Infektionswelle erfasst zu werden und damit wird die Situation für die Tourismus- und Bewirtungsbranche immer schlimmer. Ein Ende der Pandemie scheint in Japan noch lange nicht in Sicht zu sein.

Bis August 2020 wurden pro Monat bis zu 10.000 Entlassungen in Japan gemeldet. Danach sank die Zahl auf etwa 5.000 bis 6.000 Entlassungen pro Monat. Im März dieses Jahres, dem letzten Monat des Geschäftsjahrs 2020, stieg die Zahl wieder auf über 9.000 an.

LESEN SIE AUCH:  Ausgaben der privaten Haushalte in Japan sinken im Februar um 6,6 Prozent

Nach Branchen aufgeschlüsselt wurden im verarbeitenden Gewerbe bis Freitag über 20.000 Menschen wegen der Pandemie entlassen. Im Einzelhandel, Gastgewerbe und in der Beherbergungsbranche waren es mehr als 10.000 Menschen.

Nach Präfekturen aufgeschlüsselt, haben Menschen in Tokyo am häufigsten ihren Job verloren, gefolgt von Osaka und Aichi.

Mehr als die Hälfte der Menschen, die ihren Job wegen der Pandemie verloren haben, sind Teilzeitkräfte.

Die Zahlen werden durch die regionalen Arbeitsämter und öffentlichen Arbeitsvermittlungsstellen erfasst. Da dies allerdings nur einen kleinen Teil des japanischen Arbeitsmarktes abdeckt, gehen Experten davon aus, dass sie nicht die tatsächliche Situation weiterspielen.

Zudem hat sich das Angebot an offenen Arbeitsstellen durch den zweiten Ausnahmezustand in Japan verschlechtert.

Japan könnte eine Kündigungswelle drohen

Die japanische Regierung hatte ihr Subventionsprogramm zur Beschäftigungsanpassung genutzt, um Unternehmen finanziell zu unterstützen, die Arbeitsplätze erhalten.

Unternehmen bekommen die Urlaubsgelder erstattet, allerdings liegt die Obergrenze bei 15.000 Yen pro Tag und Mitarbeiter. Die Subventionen laufen diesen Monat allerdings aus.

Für Unternehmen heißt das, dass die japanische Regierung nur noch 90 Prozent des vollen Gehalts, oder 13.500 Yen pro Tag für Unternehmen zahlen wird. Restaurantbetreiber in Regionen, die sich unter verschärften Corona-Maßnahmen befinden oder die mehr als 30 Prozent Verlust durch die Pandemie verzeichnen.

Die Subventionen werden im Juli weiter reduziert, daher befürchten Experten auch, dass es dann in Japan zu einer Kündigungswelle kommen wird.

Anzeige
Anzeige

Weitere Themen

Kommentare

0 Kommentare
Inline Feedbacks
View all comments