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HomeNachrichten aus JapanWirtschaftPandemie lässt Verkauf von Neuwagen in Japan einbrechen

Absatz deutlich gesunken

Pandemie lässt Verkauf von Neuwagen in Japan einbrechen

Der Verkauf von Neuwagen ist in Japan 2020 wegen der Coronavirus-Pandemie um 11,5 Prozent gegenüber 2019 eingebrochen. Allerdings war der Absatz auch da schon rückläufig.

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Damit verzeichnete der Markt den stärksten Rückgang seit neun Jahren, wie Daten der Japan Automobile Dealers Association und der Japan Mini Vehicles Association zeigen.

Neuwagen verkauften sich auch in der Hauptsaison schlecht

Nach Angaben der Branchenverbände verkauften die Autohersteller in Japan im vergangenen Jahr 4.598.615 Autos, darunter auch Kleinfahrzeuge mit Motoren bis 660 cm³.

Der Rückgang um 11,5 Prozent war der stärkste seit 2011, als die Autoverkäufe um 15,1 Prozent auf etwa 4.210.000 Fahrzeuge einbrachen, als Folge des massiven Erdbebens und Tsunamis, die den Nordosten Japans verwüsteten und die Lieferketten unterbrachen.

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Nach einem Einbruch im Frühjahr 2020, als Japan wegen des Coronavirus unter Ausnahmezustand gestellt wurde, verzeichnete die Autoindustrie wieder einen Anstieg der Verkaufszahlen.

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Ohne Berücksichtigung der Kleinfahrzeuge sank der Autoabsatz um 12,3 Prozent auf 2.880.527 Einheiten. Insgesamt wurden 1.718.088 Kleinfahrzeuge verkauft, was einem Rückgang von 10,1 Prozent entspricht, wie die Daten zeigen.

Ungewisse Aussichten für 2021

Normalerweise steigt die Nachfrage nach Neuwagen zum April, dem Beginn eines neuen Geschäfts- und Schuljahres im Land. Die Ungewissheit über die Aussichten für 2021 bleibt bestehen, da die japanische Regierung, die mit einem Anstieg von Infektionen zu kämpfen hat, sich darauf zubewegt, einen weiteren Ausnahmezustand zu erklären.

Die Toyota Motor Corp. verzeichnete im Jahr 2020 einen Rückgang der Inlandsverkäufe um 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während die Wettbewerber zweistellige Rückgänge hinnehmen mussten.

Die Mitsubishi Motors Corp. verzeichnete einen Einbruch von 41,3 Prozent und die Nissan Motor Co., die sich seit dem Abgang des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Carlos Ghosn mitten in einer Umstrukturierung befindet, einen Rückgang von 27,5 Prozent.

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Zu den anderen Autoherstellern gehören Honda Motor Co. und Mazda Motor Corp. sowie die Kleinwagenhersteller Suzuki Motor Corp. und Daihatsu Motor Co. eine Toyota-Tochter.

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