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Ausbleibende Kunden

Pandemie stoppt Nachfrage nach Craft-Bier in Japan

Die Pandemie hat die Nachfrage nach Craft-Bier in Japan gestoppt und dadurch viele kleine Brauereien in Bedrängnis gebracht, die gerade dabei waren, eine Nische zu finden.

Durch die Aufforderung der japanischen Regierung, dass die Menschen zu Hause bleiben sollen und durch das Wegbleiben der Touristen, sind viele Craf-Bier-Hersteller gezwungen, ihren Betrieb einzuschränken, ihre Geschäftsstrategie zu ändern oder gleich ganz zu schließen.

Craft-Bier wurde immer beliebter und Unternehmen investierten

Dabei wurde Craft-Bier in Japan in den letzten Jahren immer beliebter und Experten sagten den Markt ein stabiles Wachstum voraus.

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Ein Beispiel ist die kleine Brauerei Mame Mame auf der Insel Shodoshima in der Präfektur Kagawa, die Craft-Bier aus regionalen Zutaten wie „moromi“ (unraffinierte Sojasoße) herstellt. Das Bier war besonders bei Touristen beliebt und das  kleine Unternehmen erzielte gute Gewinne.

Durch die Pandemie sank die Zahl der Touristen, die die Insel besuchten, 2020 allerdings drastisch.

Das Unternehmen hat daher ihr Geschäftsmodell geändert und bietet nun Bier zusammen mit Snacks als Abo-Modell an.

Die Produktion von Bier in kleinem Maßstab, oft „Jibiiru“ genannt, wurde durch das 1994 überarbeitete Alkoholsteuergesetz erlaubt.

Unternehmen aus verschiedenen Bereichen begannen zu brauen, um den riesigen japanischen Biermarkt anzuzapfen, der lange Zeit von großen Brauereien dominiert wurde. Einige handwerklich gebraute Biere werden nach dem Gesetz als Spirituosen kategorisiert.

Der anfängliche Boom ebbte zwar schnell wieder ab. Aber der einzigartige Geschmack vieler Craft-Biere hat in den letzten Jahren immer mehr Anhänger gefunden.

Laut der Japan Beer Journalists Association hat sich die Zahl der Bierbrauereien in Japan in den letzten fünf Jahren auf 493 fast verdoppelt.

Das hat dazu geführt, dass einige kleine Brauereien investiert haben, um die Nachfrage nach Craft-Bier decken zu können. Zum Beispiel in Abfüllanlagen, die nun stillstehen.

Es gibt allerdings auch Ausnahmen

Es gibt allerdings auch Ausnahmen wie die Yoho Brewing Co., die ihren Absatz von Yona Yona Ale 2020 um 33 Prozent steigern konnte.

Das Unternehmen hat sich von Anfang an nicht nur auf Restaurants und Touristen als Abnehmer verlassen und ihr Craft-Bier einfach in Dosen für den Massenmarkt abgefüllt. Diese Geschäftsstrategie kommt der Brauerei nun zugute.

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