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Papierhersteller in Japan erleben Aufschwung durch den „Anti-Plastik-Trend“

Auf den „Anti-Plastik-Trend“ in Japan erleben Papierersteller einen unerwarteten Aufschwung, der der gesunkenen Nachfrage nach gedruckten Veröffentlichungen beginnt auszugleichen.

Immer mehr Papierhersteller versuchen nicht nur Plastikstrohhalme durch Papierprodukte zu ersetzten, sondern immer mehr bringen Alternativen auf den Markt, die Plastikprodukte ablösen.

Papierhersteller stoßen auf großes Interesse bei Kunden

Bei den Kunden in Japan stoßen sie dabei auf großes Interesse und das nicht erst seit dem Plastiktüten in Geschäften nicht mehr kostenlos abgegeben werden.

Nippon Paper Industries Co. begann im Februar mit dem Verkauf von nachfüllbaren Behältern aus Papier für Shampoo und andere Pflegeprodukte.

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„Wir haben Anfragen von umweltbewussten Hotelbetreibern erhalten“, sagte so ein Sprecher des Unternehmens.

Nippon Paper Industries hat auch Milchkartons für Schulmahlzeiten entwickelt, mit denen die Schüler das Getränk ohne Strohhalme trinken können.

Das Unternehmen plant, mit dem Verkauf von alternativen Kunststoffartikeln zig Milliarden Yen zu verdienen.

Oji Holdings Corp. gab im Januar bekannt, dass seine Papierverpackungen für Kit Kat-Schokoriegel von Nestle Japan Ltd. als Ersatz für die Kunststoffverpackung übernommen wurden.

Ende letzten Jahres veröffentlichte das Unternehmen eine transparente Papiermappe mit 70 Prozent weniger Kunststoffgehalt. Derzeit wird eine ölbeständige, wasserdichte Handtasche aus Papier entwickelt.

Aufschwung kommt gerade recht

Der Aufschwung kommt gerade recht, denn nach Angaben der Japan Paper Association ist der Verbrauch von Papier und Karton in den etwa letzten 10 Jahren um 20 Prozent im Land zurückgegangen.

Insbesondere die Nachfrage nach Kopierpapier, Notizbüchern und anderen Arten von Produkten für Druckzwecke ging in den 20 Jahren bis 2019 um mehr als 30 Prozent zurück.

„Ich möchte den Menschen zu verstehen geben, dass Papier umweltfreundlich ist, weil es ein ausgezeichnetes wiederverwertbares Material ist“, sagte Toru Nozawa, Vorsitzender des Verbandes, der auch Präsident von Nippon Paper Industries ist, auf einer Pressekonferenz im Juni. „Ich setze hohe Erwartungen in die Verwendung von Papier als Ersatz für Kunststoffe.“

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