Anzeige
HomeNachrichten aus JapanWirtschaftPreisanstieg bei Lebensmitteln belastet japanische Haushalte

Ausgaben für Verbraucher steigen

Preisanstieg bei Lebensmitteln belastet japanische Haushalte

Im Oktober wird es in Japan zu einem Preisanstieg bei einigen Lebensmitteln, Tabakwaren und Dienstleistungen kommen, die zum Teil auf den Anstieg der weltweiten Rohstoffpreise zurückzuführen sind.

Anzeige

Heute werden die Molkereiproduzenten Meiji und Megmilk Snow Brand die Preise für ihre Margarineprodukte anheben, da die internationalen Preise aufgrund eines Anstiegs der weltweiten Nachfrage und eines witterungsbedingten Produktionsrückgangs in den wichtigsten Anbaugebieten in die Höhe geschnellt sind.

Preisanstieg für Milch und Weizen

Der Preisanstieg für die Kunden beträgt bei Meji beträgt 12,8 Prozent, bei Megmilk Snow Brand 12,2 Prozent.

LESEN SIE AUCH:  Preise für Gemüse steigen in Japan wegen Rekordregen und Hitze an

Der Lebensmittel- und Getränkehersteller Ajinomoto AGF kündigte eine Preiserhöhung für seine 40 Kaffeeprodukte an und rechnet mit etwa 20 Prozent.

Ajinomoto AGF geht nach eigenen Angaben davon aus, dass der neue Preis vorerst bestehen bleibt und begründet dies mit der erwarteten Erholung der weltweiten Kaffeenachfrage.

Anzeige

Auch bei anderen Produkten wie Brot müssen die Haushalte eine Preiserhöhung hinnehmen. Im Oktober wird der Preis für Weizen, der von der japanischen Regierung importiert und an private Mühlereien weiterverkauft wird, um 19 Prozent ansteigen.

Kunden werden den Preisanstieg wahrscheinlich ab Januar zu spüren bekommen.

Das Landwirtschaftsministerium begründete seine Entscheidung zur Preiserhöhung mit „Chinas regen Käufen“ und „einem starken Anstieg der Seefrachtkosten“.

Auch Gast- und Strompreise werden in Japan steigen

Im Rahmen der wiederholten Ausrufung des Ausnahmezustands durch die japanische Regierung seit dem Frühjahr letzten Jahres wurden die Menschen aufgefordert, von nicht unbedingt notwendigen Reisen abzusehen, Unternehmen wurden gebeten, vorübergehend zu schließen oder ihre Betriebszeiten zu verkürzen.

Anzeige

Der aktuelle Ausnahmezustand wird in den nächsten Tagen aufgehoben.

Japans Wirtschaft hat sich noch nicht wieder auf das Niveau vor der Pandemie erholt, was vor allem an den schleppenden Verbraucherausgaben liegt, die durch die Preissteigerung weiter auf niedrigen Niveau bleiben könnte.

Zusätzlich zu den gestiegenen Preisen für Lebensmittel werden die Menschen in Japan im November auch mit einer höheren Stromrechnung zu kämpfen haben.

Die monatlichen Stromkosten für einen Durchschnittshaushalt werden um 73 bis 171 Yen höher ausfallen als im Oktober. Die monatlichen Gaskosten für einen Durchschnittshaushalt werden um 91 Yen steigen.

Anzeige
Anzeige