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Zerstörte Ernten

Preise für Gemüse steigen in Japan wegen Rekordregen und Hitze an

MA: Die Preise für Gemüse steigen in Japan, besonders in der Region Kyushu, deutlich an. Grund dafür ist der Rekordregen im vergangenen Monat.

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Bis Juli waren die Gemüsepreise in Japan niedriger als in einem normalen Jahr. Die starken Regenfälle, die etwa eine Woche lang anhielten, haben allerdings für schlechte Erträge gesorgt und das Angebot ist zurückgegangen.

Händler kommen nur noch schwer an Gemüse

„Auch das Marktangebot ist gering. Es ist schwer, an Produkte heranzukommen“, so ein Mitarbeiter eines Gemüsehändlers in der Stadt Fukuoka. Gurken, die bis Anfang August für 78 Yen (ca. 0,60 Euro)  wurden, kosteten mittlerweile 298 Yen (ca. 2,29 Euro).

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Da der Händler durch die nahegelegenen Supermärkte große Konkurrenz hat, hat er keine andere Möglichkeit als seine Wahre mit Verlust zu verkaufen, trotzdem bezahlt man für Gurken aktuell 198 Yen (ca. 1,52 Euro).

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Der durch den Rekordregen verursachten Mangel an Sonnenlicht, der das Wachstum von Gemüse in Kyushu beeinträchtigte, hat sich stark auf das Angebot, in den Geschäften auswirkt.

Die Vorräte an Auberginen, Gurken und Tomaten, die in den Präfekturen Kumamoto, Saga, Oita und Fukuoka angebaut werden, sind auf 50 bis 70 Prozent des Niveaus eines normalen Jahres gesunken.

Das regionale Landwirtschaftsverwaltungsbüro des Ministeriums für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei in Kyushu geht davon aus, dass die Großhandelspreise für acht Produkte, darunter Auberginen, Tomaten und Paprika, im September die Preise vom August übertreffen werden.

Handel versucht Preisanstieg zu begrenzen

Händler, darunter auch Supermärkte, versuchen den Preisanstieg so weit wie möglich zu begrenzen.

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Ein Sprecher der Supermarktkette Halloday erklärte: „Wir ändern unsere Bezugsquellen für Gemüse, dessen Bestände gesunken sind, was bedeutet, dass unsere Preise in den Geschäften stabil sind.“ Der Nachfragerückgang bei Restaurants während der Pandemie hatte bereits zu niedrigeren Großhandelspreisen geführt.

„In den letzten fünf bis sechs Jahren hat sich das Sommergemüse aus Kyushu tendenziell verteuert. Das Klima schwanke zwischen den Extremen sintflutartiger Regenfälle und intensiver Hitze, was bedeutet, dass es für den Gemüseanbau zu einem schwierigen Umfeld geworden sei“, so der Sprecher.

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