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Rückgang um 3,8 Prozent

Reallöhne sind im November in Japan so stark gesunken wie seit 8 Jahren nicht mehr

Die Reallöhne in Japan sind im November wegen der hohen Lebensmittel- und Energiepreise um 3,8 Prozent gesunken, so stark wie seit acht Jahren nicht mehr und der achte Monat in Folge.

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Die Daten des Arbeitsministeriums zeigen, dass die Preissteigerungen infolge der russischen Invasion der Ukraine, die Lohnerhöhungen weiterhin deutlich übertreffen.

Forderung nach Lohnerhöhungen

Der japanische Premierminister Fumio Kishida hatte in seiner Neujahrsansprache die Unternehmen im Land dazu aufgefordert, bei den kommenden „shunto“ (Lohnverhandlungen im Frühjahr) die Löhne zu erhöhen. Auch der größte japanische Gewerkschaftsbund hatte bereits angekündigt, Lohnerhöhungen fordern zu wollen.

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Der durchschnittliche Gesamteinkommensbetrag pro Arbeitnehmer im November, einschließlich Grund- und Überstundenvergütung, stieg um 0,5 Prozent auf 283.895 Yen (ca. 2.008 Euro), womit der Anstieg den elften Monat in Folge anhielt.

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Die Steigerungsrate fiel jedoch zum ersten Mal im Jahr 2022 unter 1 Prozent, was auf einen Rückgang von 19,2 Prozent bei Prämien und anderen Sonderzahlungen zurückzuführen ist.

Das durchschnittliche Grundgehalt und andere planmäßigen Löhne stiegen um 1,5 Prozent auf 249.550 Yen (ca. 1.765 Euro). Überstundenvergütungen und andere nicht planmäßige Löhne stiegen um 5,2 Prozent auf 19.566 Yen (ca. 138 Euro).

Löhne in der Lebensmittelbranche im November um 5,6 Prozent gestiegen

Aufgeschlüsselt nach Branchen verzeichnete die Lebensmittelbranche mit einem Anstieg um 5,6 Prozent auf 124.340 Yen (ca. 879 Euro) den größten Anstieg der monatlichen Bruttolöhne, während das Bildungswesen mit einem Rückgang um 3,5 Prozent auf 295.139 Yen (ca. 2.088 Euro) den größten Rückgang verzeichnete.

Die durchschnittlichen Monatslöhne für Vollzeitbeschäftigte stiegen um 0,2 Prozent auf 368.358 Yen (ca. 2.606 Euro), während die von Teilzeitbeschäftigten um 2,2 Prozent auf 101.888 Yen (ca. 720 Euro) stiegen.

Die Gesamtzahl der geleisteten Arbeitsstunden sank um 0,2 Prozent auf 139,1 Stunden und ging damit den zweiten Monat in Folge zurück.

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