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Rente in Japan steigt zum ersten Mal seit vier Jahren an und sorgt für Probleme

Dass Japans Bevölkerung immer älter wird, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Während einige weiter versuchen die Geburtenrate zu erhöhen, versucht die Regierung auch, sich auf die alternde Bevölkerung einzustellen. Es war deswegen nur eine Frage der Zeit, bis Japan die Rente erhöht. Ab dem Geschäftsjahr soll sie nun laut dem Sozialministerium um 0,1 Prozent steigen. Es ist damit die erste Erhöhung seit vier Jahren.

Obwohl sich das nach ziemlich wenig anhört, könnte die mickrige Zahl große Auswirkungen haben. Die Preise allgemein steigen, die Verbrauchsteuer steigt im Oktober und die demografische und wirtschaftliche Verschiebung könnten dafür sorgen, dass die eigentliche Rente sogar sinkt. Das kann wiederum viele alte Menschen in finanzielle Schwierigkeiten bringen.

Personen die, die nationale Rentenversicherung erhalten, bekommen im Juni 67 Yen mehr. Damit erhöht sich die monatliche Zahlung auf 65.008 Yen (520,72 Euro). Ein Zweipersonenhaushalt, der unter das Mitarbeiterrentensystem fällt, erhält eine Erhöhung von 227 Yen und kommt damit auf 221.504 Yen (1.774 Euro). Das ist nach den Lohnschwankungen für das Geschäftsjahr 2019 jedoch zu wenig. Eigentlich müsste es für alle mindestens eine Erhöhung um 0,6 Prozent geben.

Verschiedene System verursachen Probleme

Schuld an der mickrigen Erhöhung ist das Dia-System, das es seit 2004 gibt. Die Erhöhungen der Rentenbeträge entsprechen dem Rückgang der Geburtenrate und der Bevölkerungsalterung. Je niedriger die Rate ist, desto weniger Geld bekommen demnach Rentner. Sollte die Geburtenrate also weiter sinken, müssen Rentner mit noch weniger rechnen, obwohl es der Wirtschaft gut geht.

Ein zweiter Grund ist das Verschleppungssystem, das 2019 starten soll. Es soll die Belastung der schlechten Wirtschaftsjahre auf das nächste oder übernächste Jahr verschieben. Sollten die Preise steigen, erhalten Rentner ebenfalls weniger Geld, da es eine Begrenzung gibt.

Der 71-jährige Keizo Masuko von der Japan Pensioners Union warnt deswegen vor den Konsequenzen. Für Menschen, die komplett von der Rente leben, könnten die Systeme große Probleme verursachen und sie im täglichen Leben deutlich einschränken. Shungo Koreeda von der Daiwa Institute of Research Group versucht hingegen zu beruhigen. Personen mit wenig Einkommen erhalten die Unterstützungszahlungen, die ab Oktober mir der Umsatzsteuererhöhung beginnen. Die zusätzlichen Zahlungen könnten die Auswirkungen dämpfen.

Rente wird in der Zukunft wieder deutlich sinken

Allerdings bestätigt Koreeda, das normale Rentner trotz alledem mit Senkungen rechnen müssen. Er ist deswegen dafür, dass ältere Menschen bessere Möglichkeiten haben, länger zu arbeiten und andere Vermögensquellen nutzen können. Wie groß jedoch die Auswirkungen genau sein werden, kann keiner sagen. Es ist nämlich noch nicht klar, ob das Verschleppungssystem auf Dauer funktioniert.

Zusätzlich sind die Leistungskürzungen von den einzelnen Personen abhängig und wie viele Beteiligte in dem Rentensystem drin sind. Je mehr Empfänger und Zahler involviert sind, desto geringer sind die Kürzungen. Das japanische Forschungsinstitut Kazuhiko Nishizawa weist dazu darauf hin, dass die Zahlungsbegrenzungsmechanismen bald schwierig werden, da die Wirtschaft einen Einbruch erlebt und immer weniger Menschen im System sind. Sie fordern deswegen eine weitere Ebene an Reformen, um Rentner besser zu schützen.

Quelle: Mainichi Shimbun

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