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Viele Präfekturen verlängern den Zeitraum

Restaurants in Japan sollen ihre Öffnungszeiten bis 2021 verkürzen

Im Kampf gegen den Anstieg der Corona-Infektionen in Japan ist es eine Maßnahme, Restaurants und Bars zu bitten, ihre Öffnungszeiten zu verkürzen.

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Diese Bitte haben mehrere Präfekturen in den letzten Tagen erneut ausgesprochen und nun wiederholt und gleichzeitig verlängert.

Die Gouverneurin von Tokyo bat am 14. Dezember darum, die Öffnungszeiten bis zum 11. Januar zu verkürzen und sagte in einer Pressemitteilung, dass sie sich extrem schuldig gegenüber den Geschäftsbetreibern fühlt.

Viele Präfekturen verlängern die Bitte, dass Restaurants früher schließen

Sie räumte ein, dass diese Entscheidung eine große zusätzliche Belastung bedeuten würde, bat aber gleichzeitig um Verständnis und forderte die Einwohner auf, während der Neujahrszeit nur für unbedingt notwendige Erledigungen das Haus zu verlassen.

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Neben Tokyo hat auch die Präfekturverwaltung von Osaka beschlossen, Restaurants, Bars usw. zu bitten, längerfristig ihre Öffnungszeiten zu kürzen.

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Um einen Zusammenbruch des Gesundheitssystems aufgrund von Infektionsspitzen zu verhindern, waren Restaurants, die Alkohol ausschenken, in den Stadtbezirken Kita Ward und Chuo Ward von Osaka gebeten worden, vom 27. November bis zum 15. Dezember um 21 Uhr zu schließen. Die Öffnungszeiten sollen nun bis zum 29. Dezember verkürzt werden.

Der Gouverneur von Okinawa, Denny Tamaki, folgte den Gouverneuren von Tokyo und Osaka und forderte am 14. Dezember Geschäfte, einschließlich Restaurants und Bars in den Städten Naha, Urasoe und Okinawa auf, vom 17. bis 28. Dezember um 22 Uhr zu schließen.

In der Präfektur Saitama werden Geschäfte, die alkoholische Getränke ausschenken, sowie Karaoke-Lokale im Bezirk Omiya der Stadt Saitama und in den Städten Kawaguchi und Koshigaya gebeten, bis zum 17. Dezember um 22 Uhr zu schließen.

Der Gouverneur von Saitama, Motohiro Ono, sagte am 14. Dezember, dass er die Beschränkung um etwa 10 weitere Tage verlängern werde.

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Der Gouverneur von Gifu, Hajime Furuta, forderte am selben Tag Restaurants und andere Einrichtungen, die Alkohol ausschenken, in sechs Städten auf, vom 19. Dezember bis zum 12. Januar von 21 Uhr bis 5 Uhr morgens zu schließen.

Auch andere Präfekturen baten um eine Verlängerung des Zeitraums.

Entschädigung für entgangene Einnahmen

Da die Neujahrszeit für Restaurants und Bars eine wichtige Einnahmequelle ist, hatte Japans Premierminister Yoshihide Suga angekündigt, dass die Hilfsgelder für Unternehmen, die den Bitten nachkommen, über die Feiertage zum Jahresende und Neujahr verdoppelt werden.

In Tokyo erhalten Unternehmen, die sich an die Bitte halten, 1 Million Yen für einen Zeitraum von 25 Tagen.

Die Verwaltung der Präfektur Osaka wird 760.000 Yen an jedes Unternehmen zahlen, das dem Antrag auf Verlängerung zustimmt und nach dem 16. Dezember vorzeitig schließt.

Restaurantbetreiber reagieren mit gemischten Gefühlen

Restaurantbetreiber reagierten mit gemischten Gefühlen auf die Bitten. Nicht nur, dass ihnen das Abendgeschäft durch die Lappen geht, die Bitten werden auch die Menschen dazu bringen, nicht mehr auszugehen. Daher bringt es laut einem Betreiber nichts, sich der Bitte zu widersetzen.

Bei der ersten Bitte der Tokyoter Stadtverwaltung kamen einige Betreiber der Bitte nach, allerdings nicht so viele, wie man sich erhofft hatte.

Ein 39-jähriger Barbesitzer in Tokyo sagte: „Koikes Entscheidung ist eine erwartete, wenn man die Anzahl der Neuinfektionen in letzter Zeit bedenkt. Trotzdem ist es das schlimmste Ergebnis.“

Auch andere Unternehmen sind wenig begeistert, kritisieren insbesondere, dass die Entschädigung nicht ausreiche, um die Fixkosten zu decken.

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