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Ölpreise wirken sich auf viele Branchen aus

Schleichende Inflation erfasst Japan

Durch die steigenden Energiepreise erfasst Japan eine schleichende Inflation, da viele Geschäfte unter Druck stehen und ihre Preise anheben müssen.

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Die Situation führt zum Beispiel in Badehäusern (Sento) dazu, dass nicht wenige überlegen, die Gemeinschaftsbecken durch Brennholz zu beheizen, da die Preise für Gast oder Kerosin mittlerweile explodiert sind.

Inflation in Japan geringer als im Rest der Welt

Zwar fällt die Inflation in Japan, im Vergleich zum Rest der Welt, noch gering aus, allerdings steigen die Preise bei einigen wichtigen Gütern, allen voran Benzinpreise, deutlich an. Der Ölpreis treibt die Kosten für die Stromerzeugung in die Höhe und das zu einer Zeit, in dem „La-Nina“ für einen sehr kalten Winter sorgen wird.

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Bereiche, die viel Brennstoff benötigen, sind dadurch schwer getroffen, was Auswirkungen im ganzen Land hat.

Die Situation führt dazu, dass der Verbrauch zurückgeht, was wiederum für die wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie ein schlechtes Zeichen ist.

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Um die Auswirkungen in Zaum zu halten, kündigte Japans Premierminister Fumio Kishida vergangene Woche an, Branchen wie die Fischerei und den Frachtverkehr zu unterstützen. Auch Ölraffinerien sollen Subventionen erhalten.

Mit der Freigabe der Ölreserven des Landes, wird ein weiterer Schritt überlegt, um die Preise zu stabilisieren.

Badehäuser stehen unter enormem Druck

Um zurück auf die Badehäuser zu kommen, viele denken darüber nach, auf Holz als Brennstoff umzusteigen. Allerdings erhöht dies wiederum den Arbeitsaufwand, da Holz gehackt werden muss. Einige Badehäuser haben sich mittlerweile mit Brennstoff zum Heizen der Becken bevorratet.

Nur wenn es so weitergeht, dann wird der Vorrat nicht reichen. Außerdem stehen die Badehäuser in Japan durch die Inflation vor einem anderen Problem, denn sie dürfen die Preise nicht anpassen. Diese werden von den Präfekturen festgelegt und ob diese eine Preiserhöhung zulassen, ist eher fraglich.

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