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Günstig kaufen, teuer verkaufen

Schwacher Yen macht Japans Immobilienmarkt interessant für ausländische Investoren

Der schwache Yen hat Japans Immobilienmarkt für ausländische Investoren interessant gemacht. Viele kaufen günstig Immobilien und verkaufen diese dann zu überhöhten Preisen.

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Viele Immobilienfirmen erhalten mittlerweile vermehrt Anfragen aus den USA, China, aber auch Südostasien und dem Nahen Osten. Die meisten Investoren wollen das erste Mal in japanische Immobilien investieren.

Immobilienfirmen erhalten immer mehr Anfragen von Investoren

Bei Shenjumiaosuan, einer Website, die Informationen über japanische Immobilien in chinesischer Sprache anbietet, stiegen die Anfragen zwischen April und Juni im Vergleich zum vorherigen Quartal um 20 Prozent.

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Der Anstieg der Anfragen fällt mit der Abschwächung des Yen zusammen. Die japanische Währung fiel im April auf etwa 130 Punkte gegenüber dem Dollar und schwächte sich im Juni noch einmal ab.

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Die Preise für japanische Immobilien auf der Website sind in den letzten sieben Jahren in Yen gerechnet um 10 bis 30 Prozent gestiegen, in Yuan gerechnet jedoch aufgrund der jüngsten Abwertung der japanischen Währung gefallen.

Hauptnutzer der Website sind Chinesen zwischen 30 und 40 Jahren, von denen die meisten Ein-Zimmer-Wohnungen in bar kaufen, die nach Angaben des Website-Betreibers zwischen 10 und 20 Millionen Yen (ca. 72.995 bis 145.991 Euro) kosten.

Auch Real Estate Japan, eine weitere Webseite für ausländische Investoren, erhielt von Januar bis Februar etwa 200 Anfragen im Monat. Mittlerweile hat sich die Zahl der Anfragen allerdings mehr als verdoppelt.

Preise für japanische Immobilien könnten weiter steigen

Besonders beliebt sind Immobilien in Tokyo, Osaka und anderen Großstädten, mittlerweile sind aber auch Urlaubsgebiete wie Hokkaido und Okinawa interessant.

Da die Bank of Japan an ihrer niedrigen Zinspolitik festhält, während viele Zentralbanken im Ausland ihre Zinsen erhöhen, kann es zu einer weiteren Abwertung des Yen kommen. Dies könnte wiederum die Preise für japanische Immobilien weiter in die Höhe treiben und Immobilienkäufe für Japaner deutlich teuer machen.

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