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Geld zum Fenster hinausgeworfen

Sponsoren der Olympischen Spiele packen zusammen

Viele japanische Sponsoren der Olympischen Spiele haben angekündigt, dass ihre Werbeveranstaltungen entweder ausfallen oder verkleinert werden, da sie befürchten, dass die Reaktionen auf diese Veranstaltungen negativ sein werden.

Mehr als ein Dutzend Unternehmen, darunter Canon, Tokyo Marine & Nichido Fire Insurance und Ajinomoto, äußerten sich enttäuscht über die Entscheidung, keine Zuschauer während der Sportveranstaltung zuzulassen, die in letzter Sekunde getroffen wurde.

Japanische Sponsoren zahlten Rekordsumme

Etwa 60 japanische Unternehmen zahlten insgesamt mehr als 3 Milliarden Dollar für Sponsorenrechte und weitere 200 Millionen Dollar, um ihre Verträge zu verlängern, nachdem die Olympischen Spiele letztes Jahr wegen der Pandemie verschoben wurden. Im Gegensatz zu weltweiten Partnern mit mehrjährigen Verträgen sind die einheimischen Sponsoren nur an den Spielen in Tokyo beteiligt.

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Bereits die Entscheidung der Organisatoren, keine Zuschauer aus dem Ausland bei den Spielen zuzulassen, war für die Sponsoren schon ein harter Schlag.

Dass Zuschauer aus dem Inland dabei sein dürfen, war daher ein kleiner Lichtblick, der nun allerdings auch weggefallen ist.

Geld zum Fenster herausgeworfen

Für die Unternehmen bedeutet dies, dass sie das Geld für die Olympischen Spiele praktisch aus dem Fenster geworfen haben, wie Akimasa Yoneda, CEO des Reisedienstleisters KNT-CT Holdings Co. erklärt: „Wir haben als Sponsor unter der Prämisse unterschrieben, dass es Zuschauer geben würde, daher war es unerwartet, dass wir keine Zuschauer haben. Die Entscheidung wird zu Verlusten für viele Unternehmen führen, die erwartet hatten, dass sie aus dem Sportereignis nach einjähriger Verschiebung Kapital ziehen können.“

Einige Unternehmen sind auch besorgt darüber, mit den Spielen in Verbindung gebracht zu werden, die in der Öffentlichkeit unbeliebt sind, wie mehrere Quellen sagten. Die meisten Japaner sind gegen die Olympischen Spiele, wie Umfragen gezeigt haben.

Daher entscheiden sich viele gegen ihre eigentlichen Pläne, für die sie viel Geld bezahlt hatten. Auch auf der anderen Seite ist man vorsichtig, insbesondere wegen schlechter Publicity, wenn Führungskräfte im Stadion und live im TV gezeigt werden.

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