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Nur eine handvoll Firmen erhalten Geld

Staatliche Hilfen kommen bei japanische Firmen nicht an

Die japanische Regierung hatte wegen der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie Hilfen für Firmen versprochen, damit sie ihre Angestellten nicht kündigten.

Allerdings ist das System sehr kompliziert und die Auszahlung der Hilfsgelder dauert zu lange, was dazu führt, dass Firmen in Japan aufgeben, die staatlichen Hilfen zu beantragen.

Ministerium reagiert zu langsam für Firmen bei der Beseitigung bürokratischer Hürden

Beratungsbüros werden mit Anfragen von Arbeitgebern gerade zu überflutet und die Verteilung der Gelder kommt oft ins Stocken.

Mittlerweile ist mehr als eine Woche vergangen, seit Japans Premierminister den Ausnahmezustand für Tokyo und sechs weitere Präfekturen ausgerufen hat. Daher haben Firmen in diesen Regionen große wirtschaftliche Probleme und sind auf die Gelder angewiesen.

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Das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Wohlfahrt versucht aktuell, die bürokratischen Hürden abzubauen, allerdings befürchten immer mehr Unternehmer, dass sie bei dem Tempo ihr Geschäft aufgeben müssen, bevor sie das Geld von der Regierung erhalten.

Als Reaktion auf die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat das Ministerium die Unternehmen aufgefordert, Subventionen für die Gehälter der Beschäftigung in Anspruch zu nehmen, um zu verhindern, dass die Firmen ihren Mitarbeiter kündigen.

Unter den gegenwärtigen Umständen wurden Voraussetzungen, um die staatliche Hilfe zu bekommen erweitert und die Summe wurde erhöht.

Zwischen Februar und 3. April wurden insgesamt 2.859 Anträge eingereicht, die notwendig sind, damit Unternehmen Beihilfen im Rahmen des Systems erhalten können. Es gab bisher allerdings nur zwei Fälle, in denen Subventionen gewährt wurden.

In den sieben Präfekturen, in denen die japanische Regierung den Ausnahmezustand ausgerufen hat, haben die Büros, die die Anträge bearbeiten, zahlreiche Anfragen erhalten.

Nur wenige Anträge wurde stattgegeben

Um der Ansteckungsgefahr entgegenzuwirken, haben die Arbeitsbüros einiger Präfekturen, darunter Kanagawa und Hyogo, nur unter Vorbehalt persönliche Anfragen bezüglich der staatlichen Subventionen vorgesehen.

In Hokkaido, das von Februar bis März eine eigene Notstandserklärung herausgegeben hat, hat das Arbeitsamt seit Anfang März mindestens 300 Konsultationen pro Tag erhalten, hat aber nur 10 Firmen die staatliche Hilfe gewährt.

Das Arbeitsamt von Aichi seit März fast 10.000 Anfragen und 22 Anträge erhalten. Allerdings hat nur ein Unternehmer die Subventionen erhalten. Das Arbeitsamt hat zertifizierte sozialversicherungspflichtige Arbeitsberater beauftragt, Beratungen bei den örtlichen Handelskammern durchzuführen. Dennoch beträgt die Wartezeit etwa vier Stunden.

Kleine Unternehmen können sich die Wartezeit nicht leisten

Viele kleine Unternehmen können es sich nicht leisten, zertifizierte sozialversicherungspflichtige Arbeitsberater zu beauftragen, den Papierkram für sie zu erledigen und müssen das Antragsverfahren selbst durchlaufen.

Akinari Ota, 53, der ein Café und eine Bar in der Präfektur Iwate betreibt, wurde an einem Beratungsschalter mitgeteilt, dass die Wartezeit bis zum Erhalt eines Zuschusses drei Monate beträgt, und entschied sich gegen die Beantragung eines Zuschusses.

Er betreibt immer noch einen „Bento“-Lieferdienst, aber das Café selbst ist geschlossen. „Ich muss meinen Angestellten Urlaubsgeld zahlen, bevor ich den Zuschuss erhalten kann. Wenn ich auf den Erhalt des Zuschusses warten würde, könnte mein Unternehmen nicht überleben“, sagte er. Er fügte hinzu, dass er versuchen werde, mit einem Sonderdarlehen der Japan Finance Corporation auszukommen.

Darüber hinaus hat die japanische Regierung für den Fall, dass ein Elternteil oder Vormund bezahlten Urlaub nimmt, um zu Hause zu bleiben, weil er sich um seine Kinder kümmern muss, die wegen Schulschließungen zu Hause sind, ein neues System eingerichtet, bei dem sie den Arbeitgebern einen Geldbetrag in Höhe des Gehalts des abwesenden Arbeitnehmers zur Verfügung stellt.

Das System zahlt auch Freiberuflern 4.100 Yen pro Tag als Urlaubsentschädigung. Etwa 1.000 Unternehmen und etwa 500 Einzelpersonen haben diese Subventionen beantragt, bis zum 5. April haben aber nur sechs Unternehmen und sechs Freiberufler sie erhalten.

MA

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