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Ständige Verschiebung des Brexits verunsichert japanische Unternehmen

Brexit hin und her bringt japanische Unternehmen in Schwierigkeiten

Während wir in Europa uns fast schon amüsieren über das Hin und Her beim Brexit, also den Austritt Großbritanniens aus der EU, sind japanische Firmen immer mehr verunsichert.

Die japanischen Hersteller haben immer größere Bedenken hinsichtlich der Probleme bei ihren Geschäften und den Lieferketten in Europa.

Kein Brexit Ende Oktober

Eigentlich wollte Großbritannien, nach einigen Verzögerungen, Ende Oktober aus der Europäischen Union austreten, allerdings verschiebt sich der Brexit wieder einmal.

Viele japanische Unternehmen hatten die in Erwartung eines No-Deal-Brexit ihre Lager in Großbritannien gefüllt, da die Lieferketten durch ein fehlendes Abkommen mit der EU Probleme gehabt hätten.

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Insbesondere die japanischen Automobilhersteller hielten ein No-Deal-Brexit für sehr bedenklich, da sie für die Produktion eines Autos zwischen 20.000 und 30.000 Teile benötigen. Um Probleme zu vermeiden, erhöhte Honda seine Lagerbestände in seinen britischen Werken deutlich um mehrere Tage ohne Nachschub produzieren zu können.

Auch Toyota hat seine Lagerbestände erhöht und wird am 1. November den Betrieb seiner britischen Werke einstellen, um sich auf unerwartete Ereignisse vorzubereiten. Toyota sieht jedoch Grenzen für die Bewältigung einer potenziellen Krise, da das Unternehmen mit einem Just-in-Time-System arbeitet.

No-Deal-Brexit wird die Produktion erheblich stören

Daher befürchtet das Unternehmen, dass ein No-Deal-Brexit die Produktion erheblich stören könnte.

Auch der Premierminister von Großbritannien, Boris Johnson, schürt die Unsicherheit, da seine Entscheidungen für Unternehmen schwer einzuschätzen sind.

Das japanische Handelsministerium und die japanische Außenhandelsorganisation haben Anfang Oktober eine Hotline eingerichtet, um die von einem Brexit betroffenen Unternehmen zu unterstützen. Die Hotline berät hauptsächlich kleine Unternehmen bei der Bewältigung möglicher Probleme im Warenfluss im Falle des Austritts Großbritanniens aus der EU.

Anhaltende Unsicherheit stört das Europageschäft japanischer Unternehmen

Die anhaltende Unsicherheit, ob und besonders wann der Brexit kommt, hindert die Unternehmen auch daran, langfristige Strategien für den europäischen Markt zu entwickeln.

Japan ist ein wichtiger Handelspartner für Großbritannien. Im vergangenen Jahr hatte das Handelsvolumen einen Wert von 3,9 Billionen Yen (ca. 32 Milliarden Euro). Fast 1.000 japanische Unternehmen beschäftigen in Großbritannien mehr als 150.000 Menschen.

Daher rät die japanische Regierung auch dazu, die Europäische Union nicht zu verlassen und wenn, dann nur mit einem Handelsabkommen.

Großbritannien erhofft sich seinerseits auf ein lukratives Handelsabkommen mit Japan, nachdem der Brexit vollzogen wurde.

JTJ

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