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Gestiegene Kosten können nicht weitergegeben werden

Steigende Kosten machen Japans Tofu-Produzenten zu schaffen

Die steigenden Kosten machen in Japan immer mehr Tofu-Produzenten zu schaffen, da die Preise für Sojabohnen immer weiter ansteigen. Zwar ist die Nachfrage nach dem japanischen Grundnahrungsmittel weiterhin stabil, aber trotzdem kämpfen immer mehr Läden ums Überleben.

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Laut des Kreditforschungsunternehmen Teikoku Databank haben im vergangenen Jahr 42 Prozent der kleinen Geschäfte bis März rote Zahlen geschrieben.

Tofu-Produzenten kämpfen mit gestiegenen Preisen

Allerdings macht nicht nur der gestiegene Preis für Sojabohnen den Tofu-Produzenten zu schaffen, auch die Kosten für Strom und das Öl, das für gebratenen Tofu benötigt wird, sorgen für einen Kostenanstieg.

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Der Tofu-Markt erlebte im Geschäftsjahr 2016 mit einem Umsatzvolumen von 338 Milliarden Yen (ca. 2,4 Milliarden Euro) in Japan seinen Höchststand, seitdem ging der Umsatz etwas zurück, hat aber immer noch ein Volumen von über 300 Milliarden Yen.

Einigen Tofuherstellern ist es gelungen, den Absatz mit kreativen Ideen zu steigern, z. B. mit Tofu-Proteinriegeln. Diese sind jedoch rar gesät, und die meisten Erzeuger haben Mühe, einen Gewinn zu erzielen, da sie die gestiegenen Preise nicht an die Supermärkte weitergeben können, in denen Tofu preiswert angeboten wird.

Verkaufspreis für Tofu bleibt unverändert

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Aufgrund des schwachen Yen und der Auswirkungen der russischen Invasion der Ukraine wird der Preis für Sojabohnen im Geschäftsjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um etwa 30 Prozent steigen.

Trotz der steigenden Kosten bleibt der Durchschnittspreis für Tofu jedoch bei 60 bis 70 Yen (0,44 bis 0,51 Euro) pro 30 Gramm und damit fast auf dem gleichen Preisniveau wie 2015.

Nach Angaben von Teikoku Databank machen importierte Sojabohnen derzeit etwa 12 Prozent des Verkaufspreises aus, was einen erheblichen Anstieg darstellt. Bis 2020 wird der Anteil 6 bis 7 Prozent des Verkaufspreises betragen.

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