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Zum dritten Mal in Folge

Stimmung bei großen japanischen Herstellern verschlechtert sich unerwartet

Die Stimmung bei japanischen Herstellern hat sich laut einer Umfrage der Bank of Japan (BJO) unerwartet zum dritten Mal in Folge verschlechtert. Große japanische Hersteller beklagen, dass die steigenden Rohstoffpreise die Gewinne zu drücken drohen, auch wenn sich die Lieferengpässe langsam entspannen.

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Laut der Tankan-Umfrage der BJO sank der Schlüsselindex, der das Vertrauen der Unternehmen, unter anderem der Automobilindustrie, misst, mittlerweile auf 8. Umfragen haben zuvor eine Verbesserung auf 11 prognostiziert.

„Nicht-Hersteller“ sind wieder optimistischer

Im Gegensatz dazu verbesserte sich die Stimmung bei nicht verarbeitenden Unternehmen leicht und ist von 13 in der vorherigen Umfrage auf 14 gestiegen. Grund dafür ist die Erholung der Nachfrage nach der Pandemie.

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Der Tankan-Index gibt den Prozentsatz der Unternehmen an, die von günstigen Bedingungen berichten, abzüglich des Prozentsatzes, der von ungünstigen Bedingungen berichtet.

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Da sich die russische Invasion der Ukraine weiter hinzieht, haben die steigenden Energie- und Rohstoffkosten die Aussichten der Hersteller getrübt und sie dazu veranlasst, die gestiegenen Kosten an die Verbraucher weiterzugeben.

Darüber hinaus verliert der Yen gegenüber dem Dollar immer weiter an Wert, auch wenn die Unternehmen mittlerweile ein wenig optimistischer auf den Kurs schauen.

Inflationsziel der Bank of Japan könnte erreicht werden

Die befragten Unternehmen gehen davon aus, dass der Dollar im laufenden Geschäftsjahr bis März im Durchschnitt bei 125,71 Yen liegen wird, ein deutlicher Anstieg gegenüber 118,96 Yen in der vorherigen Umfrage.

Angesichts der aktuellen Kosten getriebenen Inflation erwarten die befragten Unternehmen einen Preisanstieg von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr und erreichen damit zum ersten Mal das Ziel der BOJ.

Die japanische Zentralbank geht jedoch davon aus, dass der Kernverbraucherpreisindex, der die volatilen frischen Lebensmittel ausschließt, sowohl im Geschäftsjahr 2023 als auch im Geschäftsjahr 2024 unter ihrem Zielwert liegen wird.

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