Anzeige
HomeNachrichten aus JapanWirtschaftStimmung bei großen japanischen Unternehmen wird schlechter

Druck auf die Wirtschaft steigt

Stimmung bei großen japanischen Unternehmen wird schlechter

Die Stimmung bei großen japanischen Unternehmen wird schlechter, da sich das Geschäftsvertrauen  im Juni zum zweiten Mal in Folge verschlechtert hat.

Anzeige

Laut des aktuellen Tankan-Index der Bank of Japan ist der Grund dafür die steigenden Energie- und Rohstoffkosten, was durch Lieferengpässe und der russischen Invasion der Ukraine ausgelöst wurde.

Stimmung bei nicht verarbeitenden Unternehmen steigt

Der Schlüsselindex, der die Stimmung unter Unternehmen wie Automobil- und Elektronikherstellern misst, fiel auf 9 Punkte und damit deutlich unter die 14 Punkte drei Monate zuvor.

LESEN SIE AUCH:  IWF senkt Japans Wachstumsprognose deutlich

Anders sieht es bei nicht verarbeitenden Unternehmen aus, hier stieg der Index von 9 im Vormonat auf 13 Punkte und ist die erste Verbesserung seit Dezember 2021. Dies zeigt die Auswirkungen der Erholung von der Pandemie.

Der Tankan-Index gibt den Prozentsatz der Unternehmen an, die günstige Bedingungen melden, abzüglich des Prozentsatzes, der Unternehmen, die ungünstige Bedingungen meldet. Für die Umfrage wurden 9.313 Unternehmen befragt.

Anzeige

Unter den großen Herstellern sank das Vertrauen im Automobilsektor weiter auf minus 19 von minus 15 im März. Das Vertrauen im Produktionsmaschinensegment sank von 43 auf 34, was auf die höheren Materialpreise und die Schließungen in China aufgrund der Pandemie zurückzuführen ist.

Obwohl sich die Verschlechterung im Automobilsektor nach dem starken Rückgang im vorangegangenen Quartal in Grenzen hielt, hat die Drosselung der Automobilproduktion insbesondere bei Zulieferern den Druck erhöht.

Automobilhersteller waren gezwungen, ihre Produktion aufgrund von Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Teilen wie Halbleitern zu drosseln.

Preise werden steigen

Die russische Invasion der Ukraine hat in Verbindung mit den starken Kursverlusten des Yen gegenüber wichtigen Währungen wie dem US-Dollar und dem Euro die Rohöl- und Rohstoffpreise in Anbetracht der zunehmenden geopolitischen Risiken und der Sorge um das Angebot stark ansteigen lassen. Russland ist ein wichtiger Exporteur von Erdöl und Erdgas.

In Anbetracht der jüngsten Preissteigerungen rechneten die befragten Unternehmen damit, dass der Verbraucherpreisindex des Landes ein Jahr später um durchschnittlich 2,4 Prozent steigen würde, was über den vor drei Monaten prognostizierten 1,8 Prozent liegt.

Im letzten Quartal verschlechterte sich die Stimmung in 12 von 16 Branchen des verarbeitenden Gewerbes, während sie sich in der Hälfte der 12 nicht-verarbeitenden Sektoren verbesserte, so die Umfrage.

Anzeige
Anzeige