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Reaktion auf Kritik im In- und Ausland

Tepco plant 2 Billionen Yen in Ökostrom zu investieren

Der japanische Energiekonzern Tepco kündigte an, in den nächsten 10 Jahren mehr als 2 Billionen Yen (ca. 16 Milliarden Euro) zu investieren, um den Anteil an Ökostrom um 70 Prozent zu steigern.

Tepco reagiert damit auf die Kritik für die Unterstützung von Kohlekraftwerken, die im In- und Ausland immer stärker wird und auf den Versuch Japans, eine führende Rolle bei sauberer Energie zu spielen.

Grüne Anleihen sollen dem Ausbau von Ökostrom helfen

Tepco Renewable Power plant, dass Unterfangen durch eine Emission grüner Anleihen zu finanzieren, die 10 Milliarden Yen übersteigen könnte und laut Präsident Seiichi Fubasami voraussichtlich noch vor März erfolgen wird.

Der Fokus liegt dabei auf Offshore-Wind- und Wasserkraftwerke, die in Partnerschaft mit anderen Unternehmen 7 Gigawatt Ökostromkapazität innerhalb des Landes und in Übersee entwickeln werden soll. Im Mai wurde ein Konsortium für Windkraftprojekte in der Präfektur Akita gegründet.

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„Um mit dem Klimawandel fertig zu werden, bewegen wir uns auf eine kohlenstofffreie Gesellschaft zu“, sagte Fubasami am Mittwoch in einem Interview. „Unser Ziel ist es, erneuerbare Energien zu einer Hauptstromquelle zu machen.“

Die Ausgaben für saubere Energie gehören zu den ehrgeizigsten Plänen der japanischen Versorgungsunternehmen, die bei der Abkehr von fossilen Brennstoffen im globalen Vergleich hinterherhinken.

Im März gründete Tepco ein Joint Venture mit dem dänischen Windkraftanlagenentwickler Orsted A/S, um ein Projekt vor der Küste der Präfektur Chiba in der Nähe von Tokyo zu bauen.

Jera Co., ein Joint Venture zwischen Tepco und Chubu Electric Power Co., sagte im Dezember 2018, dass es Anteile an Windkraftprojekten in Großbritannien und Taiwan kaufe, die bei künftigen Unternehmungen sowohl in Japan als auch in Übersee helfen würden.

Regierung will bis 2030 ein Viertel des Strombedarfs mit Ökostrom decken

Die Entwicklung dieser Art von sauberer Energie gilt als Schlüssel zur Erreichung des Regierungsziels, bis 2030 fast ein Viertel des japanischen Strombedarfs aus erneuerbaren Energien zu gewinnen, gegenüber 17 Prozent im Geschäftsjahr 2018.

Tepco Renewable Power will die Gewinne bis 2030 auf 100 Milliarden Yen steigern, so Fubasami. Japanische Offshore-Windprojekte werden zu etwa 20 Prozent dieses zukünftigen Gewinns beitragen, während Offshore-Projekte im Ausland 10 Prozent dazu beitragen werden.

Eigentlich sollte 2020 das Jahr für Windenergie in Japan werden, allerdings hat die Pandemie diese Entwicklung gebremst.

Wasserkraftprojekte in und außerhalb Japans werden jeweils etwa 15 Prozent beitragen, wobei die restlichen 40 Prozent aus der bestehenden Generation stammen.

Das weltweite Interesse an grünen, sozialen und nachhaltigen Anleihen veranlasste die Tepco dazu, eine Emission grüner Anleihen zu prüfen, obwohl der Zeitpunkt und der Umfang noch diskutiert werden und das Unternehmen sich laut Fubasami um zusätzliche Projektfinanzierung durch Banken bemühen könnte.

Tohoku Electric Power Co. sagte im Februar, dass es beabsichtige, den Preis für die erste grüne Anleihe eines japanischen Versorgungsunternehmens festzulegen.

Tepco Renewable Power verfügt derzeit über 170 Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 9,96 Gigawatt. Von der Gesamtkapazität stammen 9,91 Gigawatt aus 165 Wasserkraftwerken, 30 Megawatt aus drei Solarparks und 21 Megawatt aus zwei Windkraftwerken.

TJT

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