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Immer mehr Unternehmen geben auf

Tofu-Produzenten in Japan wurden durch die Pandemie in die Enge getrieben

Viele Tofu-Produzenten in Japan mussten durch die Pandemie schließen. Nicht nur kleine Familienbetriebe mussten aufgeben, auch große Unternehmen sind betroffen.

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Die Produzenten hatten aufgrund sinkender Preise für Tofu bereits mit einem einbrechenden Umsatz zu kämpfen.

Geschlossene Schulen und Restaurants sorgten für Umsatzeinbrüche bei Tofu-Produzenten

Durch die geschlossenen Schulen und Restaurants hatte sich die wirtschaftliche Situation noch einmal verschlimmert.

Laut des Wirtschaftsverbandes der Tofu-Hersteller hat sich die Situation auch nach der Aufhebung des Ausnahmezustandes nicht verbessert. „Die Kultur des Tofu steht vor einer Krise“, so ein Mitarbeiter.

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Hachioji Itchoan, das 17 Tofu-Geschäfte in Japan betreibt, schloss am 25. März seine Türen. Das Unternehmen wurde vor 54 Jahren gegründet, zuerst wurde der Tofu verkauft, in dem der Gründer direkt in die Wohngebiete ging.

Das Unternehmen entwickelte neue Produkte, darunter Frühlingsrollen aus Yuba-Sojamilch und Tofu. Die neuen Produkte wurden schnell beliebt, sodass das Unternehmen Geschäfte in Bahnhöfen und Kaufhäusern eröffnete.

In den letzten Jahren waren die Verkäufe allerdings rückläufig, hauptsächlich, weil die Preise für Sojabohnen gestiegen sind. Zudem wurde der Wettbewerb mit anderen Delikatessengeschäften härter.

Das Unternehmen versuchte den Verkauf von Schulessen zu steigern und führte einen Lieferservice ein, doch dann begann die Pandemie in Japan.

Seit Januar, nachdem die erste Infektion in Japan bestätigt wurde, gingen viele ältere Menschen, die Hauptkunden von Hachioji Itchoan, nicht mehr aus dem Haus und der Umsatz brach gegenüber dem Vorjahr um 40 Prozent ein.

Im März finden dann Schulen an, ihre Bestellungen zu stornieren, was dem Unternehmen schließlich die Existenz kostete.

Immer mehr Tofu-Produzenten melden Insolvenz an

Laut Tokyo Shoko Research Ltd. gab es am Montag vier Tofu-Produzenten, die aufgrund der Auswirkungen der Coronavirus-Krise mit Schulden in Höhe von 10 Mio. Yen oder mehr zusammenbrachen. Die vier befinden sich in den Präfekturen Hokkaido, Miyagi, Tokyo und Shizuoka.

Zudem haben viele weitere Tofu-Geschäfte in Tokyo geschlossen.

Zenkoku Tofu Rengokai, ein in Tokyo ansässiger Verband von etwa 1.000 Tofu-Produzenten, sagte, dass das Management dieser Unternehmen altert und etwa 60 Prozent der Tofu-Produzenten im ganzen Land nicht mehr als drei Mitarbeiter haben.

Da immer mehr Menschen lieber zu Hause essen, haben viele Tofu-Geschäfte keinen Umsatz mehr, auch wenn einige Unternehmen diesen Verlust abfedern konnten, in dem sie ihre Produkte in Supermärkten verkaufen.

Experten rechnen allerdings damit, dass noch viele Tofu-Hersteller als Folge der Pandemie schließen werden, auch die staatliche Hilfe wird da keine Abhilfe schaffen.

YS

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