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Optimismus trotz Probleme

Toyota erhöht Gewinnprognose trotz Lieferengpässen

Der japanische Automobilhersteller Toyota hat seine Gewinnprognose trotz Lieferengpässen erhöht. Das Unternehmen ist zuversichtlich, die Produktion schnell wieder hochfahren zu können.

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Die Aktien des Automobilherstellers stiegen um bis zu 2,5 Prozent, nachdem das Unternehmen angekündigt hatte, eigene Aktien im Wert von 150 Milliarden Yen (ca. 1,3 Milliarden Euro) zurückzukaufen.

Toyota profitiert vom schwächeren Yen

Toyota prognostizierte für das Geschäftsjahr bis März einen Betriebsgewinn von 2,8 Billionen Yen, gegenüber den im August angekündigten 2,5 Billionen Yen (ca. 21 Millionen Euro). Für das letzte Juli-September-Quartal meldete Toyota einen Betriebsgewinn von 750 Milliarden Yen (ca. 5,6 Milliarden Euro) und übertraf damit die von den Analysten prognostizierten 553 Milliarden Yen (ca. 4,2 Milliarden Euro).

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Die Prognose, die laut Toyota auch von einem schwächeren Yen profitiert, kommt zustande, obwohl der Automobilhersteller seine Produktion wegen eines Ausbruchs des Coronavirus in Südostasien drosseln musste.

„Das Produktionsvolumen ging weltweit zurück, aber unsere Zulieferer, Werke und Händler haben große Anstrengungen unternommen, um so viele Autos wie möglich zu liefern“, so Toyota. „Wir haben auch von der Verknappung des Angebots und der hohen Nachfrage auf dem Neuwagenmarkt profitiert, was dazu beigetragen hat, Ergebnisse zu liefern, die über unsere zugrunde liegende Stärke hinaus robust sind.“

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Die Verkäufe des Unternehmens stiegen im Juli auf ein Rekordhoch und die Gesamtproduktion wuchs im zweistelligen Bereich. Doch Mitte August beeinträchtigten Lieferengpässe die Produktion. Zu dieser Zeit verhängten die Regierungen in Südostasien, einem Produktionszentrum für japanische Automobilhersteller, strenge Beschränkungen für die Geschäftstätigkeit vor Ort, da es zu einem Wiederauftreten von Coronavirus-Infektionen kam.

Lieferengpässe sorgen für Produktionsschwierigkeiten

Da Toyota nicht in der Lage war, eine Reihe wichtiger Teile wie Kabelbäume aus Vietnam und Chips aus Malaysia zu beschaffen, kündigte das Unternehmen im September an, die Produktion um rund 40 Prozent zu senken. Diese Kürzungen haben die Produktionspläne weiter belastet und Toyota dazu veranlasst, seine Produktionsprognose für das Jahr von 9,3 Millionen auf 9 Millionen Fahrzeuge zu senken.

Da das Angebot mit der Nachfrage nicht Schritt halten kann, werden die Lagerbestände ausgedünnt, was zu höheren Preisen und vorübergehend höheren Gewinnspannen führt.

Das Unternehmen kündigte letzten Monat an, dass sich die Bedingungen in Südostasien verbessern und dass das Unternehmen weniger Produktionskürzungen vornehmen musste als ursprünglich erwartet.

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Das Unternehmen strebt für November eine Produktion von 850.000 bis 900.000 Einheiten an, eine Steigerung gegenüber dem gleichen Monat in 2019 und 2020. Ursprünglich war geplant, in diesem Monat 1 Million Autos zu produzieren.

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