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Umfrage beweist, dass die Frisur über die Karrieremöglichkeiten von Frauen in Japan entscheiden kann

Japanische Unternehmen haben in der Regel spezifische Vorschriften, was die Kleidung ihrer Mitarbeiter angeht. Die Frisur spielt dabei eher eine untergeordnete Rolle. Dafür gibt es meist nur lockere oder gar keine festen Regeln. Die in Tokyo ansässige AB&C Company, der die Friseurkette Agu gehört, fragte 200 japanischen Personaler zu ihrer Meinung über verschiedene Frisuren.

Zunächst gab die Mehrheit (63 Prozent) aller Befragten an, sich mit den Frisuren neuer Mitarbeiter überhaupt zu beschäftigen. Im April beginnen die Unternehmen Studienabsolventen einzustellen. Allerdings gab nur etwa die Hälfte der Teilnehmer an, dass sie die Eignung eines Mitarbeiters oder seine Einstellung von seiner Frisur abhängig machten.

Um eine klare Antwort zu erhalten, verteilten die Verantwortlichen elf Fotos von Frauen mit unterschiedlichen Frisuren an die teilnehmenden Personalvertreter. Dazu stellten sie ihnen die Frage, welche Frau am kompetentesten aussieht. Die Antwort beweist, dass die meisten Personalverantwortlichen Frauen mit glatten, einfach gekämmten Haaren am meisten vertrauen. Zu stark gestylt dürfen sie ebenfalls nicht aussehen. Dauerwellen oder offensichtlich gefärbtes Haar ruft bei den Befragten am wenigsten Vertrauen hervor.

Um gefärbte Haaren drehte sich sogar eine eigene Frage, bei der ein männliches und ein weibliches Model mit der gleichen Frisur verschiedene Farbschattierung zwischen Schwarz und Hellbraun bei ihren Haaren trugen. Die Personaler sollten entscheiden, bis zu welchem Farbton sie den potenziellen Mitarbeiter noch einstellen würden. Die Auswahl fiel bei den meisten eindeutig aus.

die Farbe entscheidet
Bild: AB&C

Die Frau auf dem Bild Nummer eins wirkt sehr selbstbewusst, während die anderen drei vorderen Damen energetisch wirken und Freundlichkeit ausstrahlen, was als Zeichen für gute Kommunikationsfähigkeit und Engagement für ein Team gewertet wird. Die drei letzten Frauen wirken unglücklich und als hätten sie Probleme zu lösen. Dies werten die Verantwortlichen der Personalabteilung als Zeichen, dass sie ihren Job nicht mit aller Kraft ausüben. Außerdem wirken sie, als wären sie mit ihren aktuellen Berufen nicht zufrieden.

Selbstverständlich kann die Frisur nur eine Variable sein, die zu einer Entscheidung für oder gegen einen Bewerber führt. Allerdings bestätigt die Umfrage, welch großen Wert japanischen Firmen auf das Aussehen ihrer Angestellten legen. Sie sollten einen gepflegten Look besitzen, dabei allerdings nicht zu künstlich oder überzogen gestylt wirken.

Frisuren machen Karrieren
Bild. AB&C

Quelle: PR Times

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