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Uniqlo hat Probleme durch Unruhen in Asien

Die Unruhen in Hongkong und die angespannte Situation zwischen Japan und Südkorea machen es dem Unternehmen nicht leicht

Politische Unsicherheiten in Asien bremsen die Dynamik von Fast Retailing Co. in Übersee, da der Betreiber Uniqlo für sein internationales Segment den stärksten Rückgang der Quartalsumsätze seit einem Jahrzehnt meldete.

Erster Quartalsrückgang seit 10 Jahren bei Uniqlo

Asiens größter Einzelhändler hat lange auf die Expansion in Übersee gesetzt, um das Wachstum angesichts des schwachen japanischen Marktes zu fördern. Diese Strategie muss sich nun gegen die politischen Proteste in Hongkong sowie den Handelsstreit zwischen Japan und Südkorea durchsetzen.

Fast Retailing berichtete am Donnerstag über einen 3,6-prozentigen Rückgang der Verkäufe im ersten Quartal für das internationale Segment von Uniqlo und nannte „signifikante Rückgänge“ in diesen beiden Krisenherden. Abgesehen von einem winzigen Rückgang von 0,2 Prozent im Jahr 2017 ist dies der erste Quartalsrückgang für das Segment seit 10 Jahren, so Bloomberg. Das operative Ergebnis im internationalen Geschäft sank um 28 Prozent, das ist der erste Quartalsrückgang seit 2016.

Proteste in Hongkong ein Problem

Fast Retailing, das im Quartal ebenfalls unter der Umsatzschwäche in Japan litt, senkte die Prognose für das operative Ergebnis für das Gesamtjahr um 11 Prozent. Für die Prognoseänderung verwies sie auf die Unruhen in Übersee sowie die Abwertung des Yuan.

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Die monatelangen pro-demokratischen Proteste in Hongkong, die zeitweise gewalttätig geworden sind, haben die Wirtschaft der Region an den Rand der ersten jährlichen Kontraktion seit einem Jahrzehnt gebracht und die Einzelhandelsumsätze im November um 24 Prozent sinken lassen. Die Unruhen haben internationale Marken von Levi Strauss & Co. bis Tiffany & Co. in Aufruhr gebracht.

Auch Schaden durch Verhältnis von Japan zu Südkorea

Während die Situation in Hongkong einen breiten Einfluss auf die Einzelhändler hatte, ist der Schaden, den Uniqlo durch einen Handelsstreit zwischen Tokyo und Seoul erleidet, einzigartiger. Der schnelle Einzelhandel ist zu einem der größten Ziele eines südkoreanischen Verbraucherboykotts gegen japanische Produkte geworden, der im Juli begann.

„Das koreanische Geschäft ist weiter zurückgegangen und hat sich stärker auf die Umsätze ausgewirkt“, sagte Finanzvorstand Takeshi Okazaki am Donnerstag bei einem Briefing in Tokyo. „Korea ist ein sehr wichtiges Segment für uns und es ist nicht klar, wie lange diese Situation andauern wird.“

Das Land hat nach China die zweitgrößte Anzahl von Uniqlo-Geschäften im Ausland.

Uniqlo in anderen Überseegeschäften erfolgreicher

Andere Überseemärkte halten sich gut. Das chinesische Festland – ein wichtiger Wachstumsmotor in der Vergangenheit – hat sich gut entwickelt, ebenso wie Südostasien, so das Unternehmen.

Der Milliardär und Vorstandsvorsitzende Tadashi Yanai hat die Expansion auf die Überseestandorte von Uniqlo konzentriert, da die alternde Bevölkerung in Japan weniger Möglichkeiten für ein schnelles Wachstum bietet. Im letzten Jahr expandierte das Unternehmen in neue Märkte wie Indien, Vietnam und Italien.

jt

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