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Rohstoffknappheit macht sich allerdings bemerkbar

Unternehmen in Japan schauen wieder positiv in die Zukunft

Die Pandemie hat die Stimmung bei großen japanischen Unternehmen gedrückt, doch dank der Aufhebung des Ausnahmezustands, verbesserte sich das Geschäftsvertrauen wieder.

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Laut des „Takan“-Index der Bank of Japan rechnen viele Konzerne nun mit einem deutlichen Wirtschaftsaufschwung, da das Ende der Corona-Maßnahmen den Konsum im Land wieder ansteigen lassen wird.

Schlüsselindex bei dem verarbeitenden Unternehmen steigt um 4 Punkte

Der Schlüsselindex, der das Vertrauen unter Unternehmen wie Automobil- und Elektronikherstellern misst, stieg im September auf 18 Punkte, den höchsten Stand seit Dezember 2018 und höher als die durchschnittliche Marktprognose von 13 Punkten.

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Der Index für große nicht-verarbeitende Konzernen, einschließlich des von der Pandemie betroffenen Dienstleistungssektors, stieg leicht von 1 auf 2 und damit das fünfte Quartal in Folge.

Der „Tankan-Index“ stellt den Prozentsatz der Unternehmen dar, die günstige Marktbedingungen sehen, abzüglich des Prozentsatzes, der von ungünstigen Bedingungen ausgehen.

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Laut den Daten der Bank of Japan hat sich auch die Stimmung in den Branchen, die mit Öl und Kohle sowie Stahl handeln, verbesserte sich, da sie von den steigenden Rohstoffpreisen profitierten.

Das verarbeitende Gewerbe, insbesondere die Automobilhersteller, haben eine wirtschaftliche Erholung von dem Schock der Coronavirus-Pandemie angeführt, während die nicht-verarbeitenden Unternehmen aufgrund der langwierigen Beschränkungen, die zur Eindämmung der Infektionen eingeführt wurden, nicht sonderlich positiv in die Zukunft schauen.

Restaurants, Hotelbetreiber und Verkehrsbetriebe haben die Hauptlast der Maßnahmen zu tragen und der bis Donnerstag geltende Ausnahmezustand in 19 Präfekturen schränkte die Aktivitäten der Menschen ein.

Materialknappheit drückt die Stimmung

Die Verknappung von Bauteilen aufgrund von Werksschließungen in Südostasien, einem wichtigen Produktionszentrum, sowie die knappe Versorgung mit Halbleitern haben sich in den letzten Monaten zu einer großen Belastung für den Automobilsektor entwickelt.

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Das Vertrauen unter den Automobilherstellern sank auf minus 7, 10 Punkte weniger als bei der letzten Umfrage der Bank of Japan.

Große Automobilhersteller wie Toyota Motor Corp. haben ihre Produktion gedrosselt, was die Aussichten trübt, da sie das Rückgrat der drittgrößten Wirtschaft der Welt bilden.

Experten erwarten, dass die Engpässe auf der Angebotsseite anhalten werden, und die steigenden Materialpreise könnten sich bei einer Abschwächung der Nachfrage als negativ erweisen, auch wenn sie aufgrund der gestiegenen Gewinne kurzfristig als positiv angesehen werden.

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