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Effektivste Möglichkeit die Belegschaft zu verkleinern

Unternehmen in Japan schicken Angestellte in Frührente

Die Zahl der Unternehmen in Japan, die in den letzten 10 Monaten ein Programm für Angestellte eingeführt haben, um sie in Frührente zu schicken, hat sich mittlerweile fast verdoppelt.

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Laut Tokyo Shoko Research hat die Pandemie dazu geführt, dass die Unternehmen die Frührente als gutes Mittel zur Kostenreduzierung ansehen.

Unternehmen müssen ihre Belegschaft verkleinern

Bis zum 29. Oktober zählte das Research-Unternehmen 72 börsennotierte Unternehmen, die rund 14.000 Beschäftigten den Vorruhestand angeboten haben. Das sind 35 Unternehmen mehr als im Vorjahr.

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„Einige Unternehmen senken das Alter für die Frührente auf 30 oder sogar noch früher, da sie als Reaktion auf die schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse dringend ihre Belegschaft verkleinern müssen“, so ein Sprecher von Tokyo Shoko Research.

Die Regierung hat zwar Maßnahmen ergriffen, um Unternehmen zu helfen, allerdings werden die Subventionen nur bis Ende des Jahres gezahlt.

Stellenabbau wird sich weiter ausweiten

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Selbst wenn die Subventionen über ihr geplantes Auslaufen am Jahresende verlängert werden, werden die Unternehmen den Stellenabbau verstärken, so der Sprecher.

Laut SMBC Nikko Securities Inc. ist der kombinierte Nettogewinn der Unternehmen in der ersten Hälfte der ersten Sektion der Tokyoter Börse, die am 30. September endete, im Vergleich zum Vorjahr um 43,6 Prozent gefallen.

Insbesondere Restaurants und Textilunternehmen haben mit Einbußen zu kämpfen, da viele Menschen mittlerweile lieber zu Hause bleiben.

Laut Tokyo Shoko Research sind von den 72 Unternehmen 12 in diesen beiden Branchen tätig.

Unter den 14.000 Stellenkürzungen hat Hitachi Metals Ltd. mit 1.030 das ehrgeizigste Ziel für den Stellenabbau gesetzt, gefolgt vom Mietwohnungsbetreiber Leopalace21 Corp. mit 1.000 und Coca-Cola Bottlers Japan Holdings Inc. mit 900.

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