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Steigendes Umweltbewusstsein und Pandemie führen zu einem Umdenken bei Verbrauchern

Vegetarischer Fleischersatz wird in Japan dank der Pandemie immer beliebter

In Japan wird vegetarischer Fleischersatz immer beliebter, da die Menschen durch die Pandemie immer mehr ausprobieren.

Lebensmittelhersteller in Japan wollen die Gelegenheit nutzen, um den Markt für Fleischersatzprodukte auszubauen, da die Menschen zunehmend gesundheitsbewusst sind und dennoch öfter zu Hause kochen.

Nachfrage nach Fleischersatzprodukten steigt auch durch wachsendes Umweltbewusstsein

Einige der Produkte werden durch die Verarbeitung entfetteter Sojabohnen bei erhöhten Temperaturen und Drucken hergestellt, bevor Wasser hinzugefügt und gewürzt wird. Dadurch entstehen Produkte, die fettarm und ballaststoffreich sind und wie echtes Fleisch schmecken und sich auch so anfühlen.

Die Nachfrage nach Fleischersatzprodukten steigt angesichts des wachsenden Bewusstseins für die Umweltauswirkungen der Fleischproduktion.

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Gleichzeitig steigt auch die Nachfrage nach Lebensmitteln zum Mitnehmen aufgrund der durch das Coronavirus hervorgerufenen Änderungen des Lebensstils.

Japans Markt für Fleischersatzprodukte auf pflanzlicher Basis wird laut dem Forschungsunternehmen Seed Planning Inc. auf  34,6 Milliarden Yen in diesem Jahr und 78 Milliarden Yen im Jahr 2030 anwachsen.

Immer mehr Unternehmen bringen Fleischersatz auf den japanischen Markt

Im März brachte der große japanische Fleischproduzent NH Foods Ltd. fünf fleischfreie Produkte auf den Markt, darunter Würstchen aus Sojabohnen, Konnyaku (Teufelszunge) und Keema Curry.

„Wir wollen die Nachfrage von Menschen befriedigen, die eine abwechslungsreiche Ernährung suchen“, so ein Mitarbeiter des Unternehmens.

Im Mai begann die große Fast-Food-Kette Mos Food Services Inc. mit dem Verkauf des Green Burger, einem Sandwich, das hauptsächlich aus Gemüse und Getreide und ohne Milch- oder andere Tierprodukte hergestellt wird.

Otsuka Foods Co. hat vier Produkte auf den Markt gebracht, darunter ein Hamburger-Steak, das in der Mikrowelle zubereitet werden kann.

Der große Miso-Hersteller Marukome Co. verkauft mittlerweile getrocknete, gehackte Sojabohnen als Hackfleischersatz.

„Sojabohnen, die in Produkten wie Natto (fermentierte Sojabohnen) und Tofu verwendet werden, sind eine Zutat, die in japanischen Lebensmitteln recht vertraut ist“, sagte ein Sprecher von Fuji Oil Co., der seit vielen Jahren Fleischersatz an Unternehmen liefert.

„Fleischersatz kann die Nachfrage eines breiten Spektrums von Menschen anziehen“, so der Sprecher.

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