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Erleichterung bei der Bank of Japan

Verbraucherpreise in Japan sinken weiter

Die Verbraucherpreise in Japan sind auch im März weiter gefallen. Allerdings nur um 0,1 Prozent, was bei der Bank of Japan für Erleichterung sorgt, die darum kämpft, den Preisverfall aufzuhalten.

Laut den aktuellen Daten der japanischen Regierung ist der Kern-Verbraucherpreisindex, ohne die volatilen frischen Lebensmittel, den achten Monat in Folge gesunken.

Verbraucherpreise im März nicht mehr so stark gefallen

Das Tempo des Rückgangs der Verbraucherpreise verlangsamte sich im März, was teilweise auf einen Preisanstieg bei Haushaltsgeräten wie Klimaanlagen und Luftreinigern zurückzuführen ist.

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Im gesamten Fiskaljahr 2020, das im März endete, fiel der Kern-VPI um 0,4 Prozent und verzeichnete damit den stärksten Rückgang seit einem Jahrzehnt, da die Pandemie die Rohölpreise sinken ließ und das Subventionsprogramm der japanischen Regierung für den Inlandstourismus erhebliche Kürzungen bei den Beherbergungsgebühren mit sich brachte.

Die BOJ hatte für das Fiskaljahr 2020 einen Rückgang des Kern-VPI von 0,5 Prozent prognostiziert, weit entfernt von ihrem Inflationsziel von 2 Prozent.

Der Chef der BOJ, Haruhiko Kuroda, hat die Möglichkeit beiseite geschoben, dass Japan zu einer Deflation zurückkehrt, und darauf hingewiesen, dass der Abwärtsdruck auf den CPI größtenteils von speziellen Faktoren wie dem Go To Travel Subventionsprogramm herrührt.

Dennoch ist die Beschleunigung der Inflation eine schwierige Aufgabe für die BOJ, die ihre Geldpolitik im März veränderte, um sich auf eine langwierige Lockerung vorzubereiten.

Ein Rückgang der Strom-, Gas- und Wasserrechnungen um 4,8 Prozent belastete den gesamten CPI im März und folgte mit Verzögerung den schwachen Rohölpreisen. Stromrechnungen fielen um 7,1 Prozent während Stadtgas um 8,5 Prozent einbrach. Die Kerosinpreise fielen um 4,2 Prozent.

Benzinpreise nach einem Jahr wieder gestiegen

Die Benzinpreise stiegen um 0,9 Prozent und damit zum ersten Mal seit einem Jahr. Der Rohölpreis stiegen aufgrund der Hoffnung auf eine weltweite wirtschaftliche Erholung und der Fortschritte bei der Impfung gegen COVID-19.

Die Übernachtungspreise blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert, nachdem sie in den letzten Monaten stark gesunken waren.

Im Fiskaljahr 2020 fielen die Gebühren für Unterkünfte um 16,9 Prozent und die Kerosinpreise um 12,6 Prozent. Unter anderem fielen die Gebühren für private Kindergärten um 88,5 Prozent als Reaktion auf den Schritt der japanischen Regierung, die Vorschulen kostenlos zu machen.

Die sogenannten Kern-Verbraucherpreise, ohne frische Lebensmittel und Energie, stiegen im März um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit den dritten Monat in Folge.

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