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Regierung passt Einschätzung an

Verbrauchervertrauen in Japan sinkt

Das Verbrauchervertrauen hat sich in Japan im Januar zum zweiten Mal in Folge verschlechtert, da die Preise steigen und sich die Pandemie wieder ausbreitet. Die japanische Regierung hat daher ihre Einschätzung des Stimmungsindex zum ersten Mal seit acht Monaten gesenkt.

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Der saisonal bereinigte Stimmungsindex für Haushalte mit zwei oder mehr Personen fiel um 2,4 Punkte auf 36,7, teilte das Kabinettsbüro mit. Der Index gibt die wirtschaftlichen Erwartungen der Verbraucher für die kommenden sechs Monate an, wobei ein Wert unter 50 bedeutet, dass die Pessimisten die Optimisten überwiegen.

Verbrauchervertrauen ist ins Stocken geraten

Das Kabinettsbüro stufte seine grundsätzliche Einschätzung des Index herunter und erklärte, das Verbrauchervertrauen sei ins Stocken geraten. Im Dezember, als der Index um 0,1 Punkte fiel, sagte das Büro, dass sich die Stimmung weiter erholt habe. Bereits im November stagnierte sie allerdings.

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Während des Erhebungszeitraums vom 7. bis 20. Januar stiegen die täglichen Coronavirus-Fälle in Japan auf ein Rekordhoch und überstiegen 45.000 Fälle.

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Angesichts der Ausbreitung der Omikron-Variante beschloss die japanische Regierung, Tokyo und viele Präfekturen unter den „Quasi-Notstand“ zu stellen, der es den Gouverneuren erlaubt, Restaurants und Bars aufzufordern, früher zu schließen und den Ausschank von Alkohol zu stoppen oder einzuschränken.

Zusätzlich zu den zunehmenden Infektionen dämpften Preiserhöhungen bei Gütern des täglichen Bedarfs seit letztem Jahr die Stimmung.

Viele Verbraucher befürchten starken Preisanstieg

Unter den vier Komponenten der Umfrage sank die Einschätzung der Verbraucher hinsichtlich des Lebensunterhalts um 1,8 Punkte auf 36,8, nachdem sie im Dezember um 0,5 Punkte gestiegen war. Die Bereitschaft zum Kauf neuer langlebiger Güter ging um 2,2 Punkte auf 34,3 zurück, nachdem sie im Vormonat unverändert bei 36,5 gelegen hatte.

Die Umfrage ergab, dass insgesamt 89,7 Prozent der Haushalte einen Anstieg der Verbraucherpreise im kommenden Jahr erwarteten, wobei 31,3 Prozent einen Anstieg um 5 Prozent und mehr befürchten. Der Gesamtwert, der mit dem vom März 2014 übereinstimmt, ist der höchste, seit im April 2013 vergleichbare Daten verfügbar wurden.

An der Umfrage zum Verbrauchervertrauen nahmen 8.400 Haushalte teil, darunter 2.688 Einpersonenhaushalte. 6.732 bzw. 80,1 Prozent der Haushalte gaben gültige Antworten ab.

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