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Ausbau der E-Commerce-Sparte

Walmart verkauft Mehrheitsbeteiligung an Seiyu

Der US-Einzelhandelsriese Walmart kündigte am Montag an, dass das Unternehmen seine Mehrheitsbeteiligung an seiner japanischen Tochter Seiyu an die amerikanische Investmentgesellschaft KKR & Co. und die japanische E-Commerce-Firma Rakuten Inc. verkaufen wird.

KKR wird 65 Prozent von Seiyu übernehmen, und Rakuten wird über eine neu gegründete Tochtergesellschaft einen Anteil von 20 Prozent übernehmen, um die digitale Transformation des Einzelhändlers zu beschleunigen. Walmart wird die verbleibenden 15 Prozent der Anteile behalten.

Walmart will Online-Shopping in Japan ausbauen

Die Unternehmen gaben an, dass sie durch die Partnerschaft das Online-Shopping ausbauen und eine neue bargeldlose Zahlungsoption einführen wollen. Seiyu wurde 2008 zu einer Tochtergesellschaft von Walmart und betreibt laut Website von Walmart inzwischen über 300 Geschäfte in Japan.

Mehr zum Thema:  Digitalisierung in Japans Supermärkten schreitet voran

„Wir werden uns darauf konzentrieren, eng mit dem Managementteam und den Mitarbeitern von Seiyu zusammenzuarbeiten und das Fachwissen von Rakuten und Walmart zu nutzen, um das Kundenerlebnis zu verbessern, ihren sich ständig ändernden Bedürfnissen gerecht zu werden und das Einkaufen durch die Digitalisierung zugänglicher zu machen“, sagte Hirofumi Hirano, Co-Head of Asia Pacific Private Equity und CEO von Japan bei KKR, in einer Erklärung.

Seiyu und Rakuten unterhalten seit 2018 eine E-Commerce-Partnerschaft.

Kazunori Takeda, Group Executive Vice President bei Rakuten, drückte die Hoffnung aus, dass die Übernahme eine weitere Verschmelzung des Besten aus Offline- und Online-Einzelhandel ermöglichen wird.

„Die geplante Einrichtung von Rakuten DX Solution wird es uns auch ermöglichen, digitale Lösungen anzubieten, die für die Umgestaltung des Einzelhandels bei Seiyu und in neuen zukünftigen Partnerschaften mit Einzelhändlern in ganz Japan optimiert sind“, so Takeda.

Einzelhändler überdenken ihre Geschäftsstrategien

Die globale Coronavirus-Pandemie hat viele Einzelhändler dazu gezwungen, ihre Geschäftsstrategien zu überdenken, da immer mehr Menschen gezwungen sind, zu Hause zu bleiben, was die Attraktivität von E-Commerce-Angeboten erhöht, die es Verbrauchern ermöglichen, online zu bestellen und ihre Produkte liefern zu lassen.

Der Supermarktbetreiber Life Corp. hat mit der japanischen Niederlassung von Amazon.com Inc. bereits einen Hauslieferdienst für frische Lebensmittel eingerichtet.

Aeon Co. versucht ebenfalls, sein Online-Lebensmittelgeschäft durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz und Robotik zu stärken, nachdem eine Partnerschaft mit einer Tochtergesellschaft des britischen Online-Supermarktbetreibers Ocado Group Plc. fusionierte.

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