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Regen verdirbt die Shoppinglaune

Wolkigster Sommer seit 192 Jahren in Japan bringt Einzelhändler in Schwierigkeiten

Die ungewöhnlich lange und kühle Regenzeit hat die Nachfrage nach Bekleidung, Möbeln und anderen Produkten in Japan einbrechen lassen. Einige Einzelhändler verzeichnen bereits einen starken Gewinneinbruch.

Shimamura Co., eine Bekleidungskette, berichtete letzte Woche, dass der Umsatz bis zum 20. Juli gegenüber zum Vorjahr um 18 Prozent zurückgegangen sei. Viele Kunden von Shimamura erreichen die 1.433 Standorte des Unternehmens in Japan eher mit dem Fahrrad als mit dem Auto. Regentage wirken sich daher in der Regel besonders auf den Umsatz aus, sagte eine Sprecherin.

44 Stunden Sonnenschein in Tokyo

Bisher wurden in Tokyo im Juli nur 44 Stunden Sonnenschein erlebt. Dafür regnete es bisher sehr viel, was die Menschen dazu veranlasst zu Hause zu bleiben. Da Japans Einzelhändler, insbesondere der Uniqlo-Betreiber Fast Retailing Co., empfindlich auf saisonale Wettertrends reagieren, werden sie laut eines Analysten bei Jefferies, in der kommenden Woche voraussichtlich schwächere Monatsumsätze melden.

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„Alle Bekleidungseinzelhändler dürften gelitten haben“, schrieb der Experte in einem Bericht und merkte an, dass die Durchschnittstemperatur vom 1. bis 25. Juli 22,7 Grad (73 F) betrug, verglichen mit 28,3 ein Jahr zuvor.

Regenzeit noch nicht vorbei

Right On Co., ein Bekleidungsunternehmen mit 495 Geschäften und einem Webshop, meldete bis zum 20. Juli einen Rückgang der Umsätze in den Geschäften um 5,9 Prozent und deutete damit auf eine schwache Nachfrage nach Sommerkleidung hin. Der Möbelhändler Nitori Holdings Co. verzeichnete im gleichen Zeitraum einen Umsatzrückgang von 5,6 Prozent, da weniger Menschen Bettwäsche und andere Saisonprodukte kauften. Die Vertreter von Nitori und Right On lehnten eine Stellungnahme ab.

Das Meteorologische Institut hat die diesjährige Regenzeit noch nicht für beendet erklärt. Die Saison des vergangenen Jahres war ungewöhnlich kurz und endete offiziell am 29. Juni für das Gebiet Kanto, zu dem auch Tokyo gehört.

Leere Vergnügungsparks und teures Gemüse

Im Vergnügungspark Yomiuri Land in Inagi, einem Vorort von Tokyo, lag die Anzahl der Besucher an einem Montag Mitte Juli bei rund 5.000 Personen, ein Rückgang um 90 Prozent.

Auch die Gemüsepreise steigen durch das schlechte Wetter. Ein Mitarbeiter des Landwirtschaftsministeriums warnte bereits, dass die Preise weiter steigen werden, wenn sich das Wetter nicht erholt.

Auf der anderen Seite freuen sich einige Shops, über eine große Nachfrage an heißen Getränken und Speisen. In den FamilyMart Co. Convenience Stores verdoppelte sich der Umsatz mit heißem Kaffee gegenüber zum Vorjahr, in den Seven-Eleven Japan Co. Convenience Stores verdreifachte sich der Umsatz mit heißem Udon und Soba-Nudeln.

Quelle: TJT

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