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Film zu Ehren der ersten japanischen Ärztin geplant

Vor Kurzem stand eine renommierte medizinische Fakultät im Fokus des öffentlichen Interesses, weil Studentinnen diskriminiert wurden. In Zuge der Enthüllungen, entschloss die Direktorin Hisako Yamada einen Film über die erste japanische Ärztin zu produzieren. Die Idee zu diesem Projekt hatte sie bereits vor einiger Zeit, jetzt soll es realisiert werden.

Hisako Yamada, 86 Jahre alt, wird das turbulente Leben von Ginko Ogino (18151–1913) darstellen, der ersten Ärztin Japans. Der Film soll den harten Kampf um den Status von Frauen in der Medizin in Japan in den Mittelpunkt stellen.

Die Direktorin, die sich viel mit wohltätigen und sozialen Themen beschäftigt, ist verärgert über die jüngsten Enthüllungen, in denen es darum geht, dass die Tokyo Medical Universität weibliche Bewerber bei den Aufnahmeprüfungen benachteiligte. Die Direktorin erklärte, dass Frauen in medizinischen Kreisen schon seit der Meiji-Ära (1868-1912) diskriminiert werden. Gerade jetzt sei die Zeit gekommen, die Menschen über die Stärke und Persönlichkeit von Ginko zu informieren, die sich in einer Zeit von männlichem Chauvinismus für Frauen stark machte.

Schlechte Erfahrungen weckten in ihr den Wunsch Ärztin zu werden

Ginko Ogino wurde in der Stadt Kumagaya, Präfektur Saitama, geboren. Im Alter von 17 Jahren verheiratete ihre Familie sie mit einem Dorfvorsteher. Nach einer Geschlechtskrankheit ihres Mannes ließ sich die Frau scheiden. Um sicher zu gehen, dass sie sich nicht angesteckt hatte, musste sich auch Ginko untersuchen lassen. Die Demütigung, die sie dabei durch die männlichen Ärzte erlebte, motivierte sie, selbst Ärztin zu werden. Mit 34 Jahren war sie die erste Frau, die in Japan eine ärztliche Zulassung erhielt.

Die Ärztin heiratete einen christlichen Missionar und zog auf die Insel Hokkaido. In Imakane eröffnete sie eine erste eigene Praxis. Später zog die Familie nach Setana, ans Japanische Meer, wo Ogino ihre eigene Klinik gründete.

Grab der ersten japanischen Ärztin
Bild: Wikipedia / Fraxinus2

Yamada sagte, dass sie schon immer einen Film über Ogino drehen wollte, die eine Pionierin war, wenn es darum ging den Status der Frauen zu verbessern. Der Film mit dem vorläufigen Titel Ogino Ginko no Shogai:  Nihon de Hajimete no Josei Ishi (Das Leben der Ginko Ogino: Japans erster Ärztin) erscheint voraussichtlich im August 2019 in Japan.

Japan hat vergleichsweise wenige Ärztinnen

Im Jahr 2016 gab es in Japan 67.493 Ärztinnen in Japan, was gemäß Angaben des Gesundheitsministeriums nur 21,1 Prozent aller Ärzte bedeutete. Statistiken der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zeigen, dass die Quote niedriger als in allen anderen Ländern ist, von denen Daten vorliegen.

1984, also 100 Jahre nachdem die erste Ärztin ihre Zulassung erhielt, rief die Japan Medical Women’s Association einen Ginko-Ogino-Preis ins Leben. Der Award wird an Ärztinnen verliehen, die dazu beitrugen, den Status von Frauen in der Medizin zu verbessern. Die Regierung der Präfektur Saitama verleiht ebenfalls einen Ginko-Ogino-Preis, der jährlich an Einzelpersonen und Gruppen geht, die zum Aufbau einer geschlechtergerechten Gesellschaft beigetragen haben.

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