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Hayabusa2 landete zum Geburtstag von verstorbenem Projektmitglied

Am 22. Februar hielten Forscher weltweit den Atem an, als die japanische Raumsonde Hayabusa2 versuchte auf dem Asteroiden Ryugu zu landen. Das Vorhaben glückte und die Sonde sammelte fleißig Informationen und Material. Für das japanische Forschungsteam war es allerdings aus noch einem anderen Grund ein besonderer Moment.

Die Sonde landete genau an dem Tag auf den Gesteinsbrocken, an dem ein verstorbenes Projektmitglied Geburtstag hatte.

Yuichi Iijima war ein Assistent des Institute of Space und Astronautical Science der Japan Aerospace Exploration Agency. Er trug maßgeblich dazu bei, die Sonde zu entwickeln und auf ihre große Reise vorzubereiten. 2007 entwickelte er bereits mit anderen Forschern den Mondorbiter Kaguya.

Später erhielt er zusammen mit anderen die Aufgabe, die Hayabusa2 mit Überwachungsgeräten auszustatten. Ein schwieriges Unterfangen, da sie sich selber nicht stören dürfen und den Anforderungen im Weltraum standhalten müssen. Wie gut seine Arbeit funktioniert und auch die großartige Landung selbst konnte Iijima allerdings nicht mehr miterleben. Schon 2005 erhielt er die Diagnose Krebs. Trotz der Krankheit arbeitete er neben der Behandlung mit Herzblut an dem Projekt. Im Endstadium litt er teilweise an so großen Schmerzen, dass es ihm schwer fiel, das Haus zu verlassen. 2012 verlor er allerdings den Kampf und verstarb im Alter von 44 Jahren kurz nach dem Start der Sonde.

Iijima begeisterte andere Forscher für das Projekt

Seine Kollegen haben ihn und seine Arbeit jedoch nicht vergessen. Am Tag der Landung erzählte einer der Forscher, dass sie nie so weit gekommen wären, wenn Iijima nicht gewesen wäre. Er würde ihn gerne über den Erfolg, den sie mit der Landung erreichten, informieren. Dank Iijima gibt es demnächst wahrscheinlich ausgesprochen scharfe Bilder von der Entstehung eines kleinen Kraters, den ein Projektil der Hayabusa2 verursachte. Er bestand nämlich darauf, eine hochauflösende Kamera getrennt von der Haupteinheit einzubauen.

Doch nicht nur wissenschaftlich trug Iijima einen großen Teil bei. Er schafft es ebenfalls, zahlreiche große Forscher zu überreden sich dem Projekt anzuschließen. Einer von ihnen ist Professor Seiichiro Watanabe, der sich gut daran erinnert wie Iijima ihn in vielen Mails um Mithilfe bat. 2012 trat er tatsächlich vor dem Tod von Iijima dem Team bei. Projektmanager Yuichi Tsuda hingegen dankte dem ganzen Wissenschaftsteam, die einen großen Teil zu dem Projekt mit ihren Forschungen und Berechnungen beitrugen.

Quelle: Mainichi Shimbun

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