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Japanische Frauen schneiden bei Aufnahmeprüfungen für wissenschaftliche Studiengänge besser ab

Eines der am meisten verbreiteten Vorurteile in Japan ist, dass Frauen in nicht-wissenschaftlichen Fächern gut abschneiden, ihnen für die Wissenschaftler aber die Fähigkeiten fehlen. Die Geschlechterdisparität in Japan ist noch lange nicht überwunden.

Die beliebte Puppe Licca-chan kam 1967 das erste Mal in den Handel, mit der Charakterisierung, dass sie in Arithmetik schwach in der Schule ist. Dieses Vorurteil wurde ein weit verbreiteter Mythos, der sich heute allerdings nicht mehr halten lässt.

Eine Umfrage des Bildungsministeriums aus dem Jahr 2018 ergab, Frauen übertreffen ihre männlichen Mitbewerber bei den Aufnahmeprüfungen in human- und sozialwissenschaftlichen Fächern, im Literatur-Bereich und in den rechtlichen Studiengängen. Auch in allen naturwissenschaftlichen Fächern, außer in Medizin, schneiden die Frauen in der Regel besser ab.

Bei den männlichen Bewerbern lag die Erfolgsquote in den naturwissenschaftlichen Fächern bei 11,16 Prozent, die Frauen hatten zu 11,65 Prozent Erfolg bei ihren Bewerbungen um einen Studienplatz in diesem Bereich. Bei den Ingenieurwissenschaften lag der entsprechende Wert bei den Männern bei 11,18 Prozent, weibliche Bewerber kamen auf 11,44 Prozent.

In den Fachbereichen Landwirtschaft, Zahnmedizin, Pharmazie und Pflege waren die Unterschiede zugunsten der Frauen noch größer. Nur bei den medizinischen Studiengängen schnitten die Männer mit 6,62 Prozent gegenüber den Frauen mit 5,73 Prozent besser ab.

Auch Licca-chan definiert sich heute nicht mehr über ihre fehlenden Kenntnisse in Arithmetik. Die Tomy Co. verkaufte bisher mehr als 60 Millionen Licca-Puppen und betont, dass Licca-chan seit jeher die Trends der Zeit widerspiegelt. Ihre Darstellung passt sich jeweils dem gängigen Zeitgeist an. Wann genau Licca ihre mathematische Schwäche verlor, kann heute nicht mehr nachvollzogen werden, allerdings passt sie sich spontan neuen Begebenheiten an.

Ein Set, das Licca-chan als Ärztin und Krankenschwester zeigt, kam vor nicht allzu langer Zeit in den Handel. Damit reagierte Tomy Co. auf die wachsende Zahl von Frauen, die danach streben einen medizinischen Beruf zu ergreifen.

Quelle: Asahi Shimbun

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