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Weltweit erste iPS-Zelltransplantation für Parkinson durchgeführt

Die Parkinson-Krankheit ist eine unheilbare Erkrankung, die durch die Degeneration von Nervenzellen im Mittelhirn gekennzeichnet ist. Sie wirkt sich auf die motorischen Fähigkeiten und die motorische Kontrolle des Körpers aus. Nun gelang der Kyoto Universität die erste Transplantation künstlich erzeugter Stammzellen der Welt.

Sie verpflanzte sogenannte iPS-Zellen (induzierte pluripotente Stammzellen) in das Gehirn einer über 50 Jahre alten Patientin. Die Forscher haben das Ziel, dass sich diese Methode international etabliert und auch von den Krankenkassen abgedeckt wird. Bereits 2006 wurden die ersten iPS-Zellen gezüchtet. Ihnen haften weniger ethische Bedenken an als Embryonale Stammzellen (ES-Zellen). Stammzellen gelten als hoch potent bei der zukünftigen Heilung von bisher unheilbaren Krankheiten, da sie die Vorläufer aller Körperzellen sind und sich erst später ausdifferenzieren.

Stammzellen – eine Hoffnung für die Zukunft

Jun Takahashi, Professor am Center for iPS Cell Research and Application der japanischen Universität und Leiter des Teams, möchte, dass die Gewinnung solcher iPS-Zellen über Massenproduktion funktioniert. Diese sollen dann in die gesamte Welt lieferbar werden. Shinya Yamanaka leitet das Forschungszentrum und erhielt 2012 den Nobelpreis der Medizin für seine künstliche Herstellung von Stammzellen.

Die im letzten Monat durchgeführte Transplantation dient dazu, die Sicherheit solcher Verfahren und der Transplantate zu überprüfen. Eine offene Frage ist die eventuell auftretende Tumorbildung im Gehirn. Bisher allerdings zeigten sich weder Gehirnblutungen noch andere nachteilige Symptome. Die neuen Stammzellen sollen die absterbenden, Dopamin produzierenden Neuronen des Hirns ausgleichen. Bei der Operation wurden der Patientin ungefähr 2,4 Millionen Zellen transplantiert, so die Angaben des Chirurgen.

Neuron
Bild: Pixabay

Momentan wird diese Studie an sieben Patienten in Japan durchgeführt. Schätzungen zufolge leiden in Japan 160.000 Menschen an Parkinson. Aufgrund der Alterung der Gesellschaft steigt die Zahl der Erkrankten. Die Anwendung von iPS-Stammzellen fand in der regenerativen Medizin bereits Anwendung. So wurden derartig gezüchtete Netzhautzellen bereits bei schweren Augenproblemen implantiert. Die Universität Osaka plant, ein aus iPS-Zellen gewonnenes Herzmuskelzellblatt in die Herzen von Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz zu transplantieren. Bleibt zu hoffen, dass solche Verfahren langfristigen Erfolg zeigen und bei anderen bisher unheilbaren Krankheiten angewendet werden können. Erst im Frühjahr wurde eine Studie beantragt, die sich aber auf die Verwendung von embryonalen Stammzellen stützt.

Quelle: Kyodo News

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