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Generell wird der Ton auf japanischen Straßen rauer

Wütender Mann bedroht Autofahrerin in Fukuoka mit Sichel

Japans Straßen sind vor allem in den Großstädten voll und manchmal für Autofahrer auch verwirrend. Trotzdem gelten sie als ziemlich sicher. In der letzten Zeit fällt aber auf, dass der Ton aus japanischen Straßen rauer wird. Aktuell summieren sich die Anzeigen wegen Pöbeleien im Straßenverkehr.

Erst vor Kurzem machte ein Zwischenfall aus Fukuoka Schlagzeilen, weil dort eine Autofahrerin mit einer Sichel bedroht wurde. Eine 23-jährige Krankenschwester hielt an einer roten Ampel als ein alter Mann mit einer Sichel auf ihr Auto zustürmte. Der Mann öffnete die Autotür und fuhr die junge Frau an, warum sie gerade an dieser Stelle anhalten würde.

Autofahrer werden immer aggressiver

Die Autofahrerin meldete den Vorfall der Polizei, die den Mann schnell fand. Dieser bestritt die Tat aber und erklärte die Frau habe ihn in seinem Auto geschnitten. Trotzdem sei er nicht mit der Sichel auf sie losgegangen. Mittlerweile hat sich der alte Mann aber in Widersprüche verwickelt.

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Japan erlässt strengere Strafen für Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung

Erst Ende Juni trat in Japan ein verschärftes Gesetz gegen aggressives Verhalten im Straßenverkehr in Kraft. Denn in den letzten Jahren nahmen Wutanfälle auf der Straße in Japan massiv zu. Deswegen sahen sich die Behörden veranlasst, die Strafandrohungen zu verschärfen.

Vor knapp einem Jahr rammte ein Lastwagenfahrer den Geländewagen einer Frau. Zuerst ging die Polizei davon aus, dass der Fahrer unvorsichtig gewesen ist. Der LKW verfügte über eine Kamera am Armaturenbrett. Aus diesem Video geht hervor, dass die Fahrerin des Geländewagens über eine weite Strecke extrem langsam vor dem LKW herfuhr, wohl um den Mann zu reizen. Letzten Endes wurde die Fahrerin wegen gefährlichen Fahrverhaltens und Verkehrsbehinderung angezeigt.

In einem anderen Vorfall bedroht ein Autofahrer einen anderen mit einer Luftpistole. Der Mann hatte das Auto vorher gestohlen und machte anscheinend gezielt Jagd auf andere Autofahrer. Dies sind nur wenige Beispiele, die belegen, dass Japans Straßen nicht mehr so ruhig sind, wie sie einst waren.

Polizei setzt auf Abschreckung und strengere Gesetze

Als Reaktion auf die jüngsten Ereignisse entschloss sich die Nationale Polizeibehörde (NPA) strikter gegen aggressive Autofahrer vorzugehen. Erst Ende Juni wurde das Gesetz verschärft, sodass auch böswilliges Verhalten im Straßenverkehr bestraft werden kann, was nach vorherigen Gesetzen nicht möglich war.

Vor der Änderung konnte der Führerschein wegen Trunkenheit am Steuer oder Fahrens ohne Führerschein entzogen werden. Heute ist es aber auch möglich, dass der Führerschein wegen aggressiven Verhalten im Straßenverkehr für ein Jahr oder länger entzogen werden kann. Auch Gefängnisstrafen oder ein Bußgeld bis zu 500.000 Yen (ca. 4136 Euro) verhängt werden. Selbst bei relativ geringfügigen Behinderungen wie beabsichtigtes Langsamfahren können mit kurzen Gefängnisstrafen oder Bußgeld geahndet werden.

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