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Yakuza fordert Mitglieder auf, zu Olympischen Spielen keine Waffen zu nutzen

Japan will dafür sorgen, dass die Olympischen und Paralympischen Spiele 2020 in Tokyo so sicher sind wie noch nie. Neben zahlreichen Sicherheitsmaßnahmen sollen vor allem zahlreiche Polizisten sowie Spezialeinheiten für Schutz sorgen. Aus dem Grund versucht die japanische Mafia aktuell besonders ruhig zu sein. Die Yakuza fordert die Mitglieder zu den Spielen nämlich auf, keine Waffen zu nutzen.

Die Yakuza-Organisation Kanto Shinbokukai in Tokyo und der Kanto-Region ist für den ungewöhnlichen Aufruf verantwortlich. Die Gruppe besteht aus sechs großen Verbrechenssyndikaten, darunter die gefürchteten Sumiyoshi-kai und Inagawa-kai. Anfang Februar erhielten alle Mitgliedergruppen ein offizielles Schreiben. Darin heißt es, dass sie vor allem bei Schusswaffen zu den Olympischen Spielen vorsichtig sein sollen.

Grund für die Bitte ist vermutlich die Schießerei in Tokyo, zu der es am 21. Januar kam. Ein Yakuza-Mitglied erschoss dabei ein ehemaliges Mitglied in einer Karaokebar. Laut dem Schreiben bittet die Organisation wohl nicht zum ersten Mal darum, dass die Mitglieder zu den Olympischen Spielen ihre Schusswaffen nicht einsetzen und vorsichtig sind. Der Vorfall sorgte nämlich dafür, dass die Polizei das Hauptquartier der Sumiyoshikai in Tokyo durchsuchte.

Polizei greift härter durch

Aufgrund des Schreibens geht das Metropolitan Police Department (MPD) davon aus, dass die Gruppen sich immer mehr der Taktikten der Polizei bewusst sind. Die Beamten versuchen nämlich härter beim Waffenbesitz und der Nutzung bei der Yakuza durchzugreifen. Eine Person, die der Yakuza nah steht, bestätigt das. Dass es zu dem Mord in Tokyo kam, sei besonders empörend, gerade weil die Polizei vermehrt auf die Yakuza schaut. Für die Quelle sei es, als wenn der Täter Öl ins Feuer gießt.

Insgesamt gab es in Tokyo und Kobe seit Oktober 2018 mindestens sieben Vorfälle mit Schusswaffen. Die MPD befürchtet, dass möglicherweise unbeteiligte Zivilisten ins Kreuzfeuer geraten. Deswegen versuchen sie schnell und mit Härte die Täter zu finden. Die Verbrechersyndikate wollen sich hingegen möglichst ruhig verhalten, um nicht noch mehr die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich zu ziehen. Die Benachrichtigung zeigt nun, dass sich die Yakzua wirklich bemüht und alle Mitglieder nun deutlich gewarnt hat. Ob sich jedoch jeder daran hält, bleibt abzuwarten. Der Mord im letzten Monat ist bis jetzt zumindest unaufgeklärt und der Täter ist unauffindbar.

Quelle: Mainichi Shimbun

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