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HomeNachrichten aus JapanYakuza soll das Verteilen von Halloweensüßigkeiten verboten werden

Gesetzesänderung soll weiter Einschränkungen mitsich bringen

Yakuza soll das Verteilen von Halloweensüßigkeiten verboten werden

Japans Verbrechersyndikate, die sogenannte Yakuza, erlebt immer mehr Einschränkungen durch die Regierung. Ein neu geplantes Verbot wird jedoch vor allem Kinder wenig begeistern. Es wird zurzeit daran gearbeitet der Yakuza das Verteilen von Halloween-Süßigkeiten komplett zu verbieten.

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Genauer soll das Verbot für die größte Yakuza-Organisation in Hyogo gelten, die Yamaguchi-gumi. Die Präfekturpolizei will noch im September bei der Präfekturversammlung einen Gesetzesentwurf für ein Verbot vorlegen. Sollte das Gesetz genehmigt werden, dürfen sie in der Zukunft Personen unter 18 Jahren weder Geld noch andere Dinge schenken. Es wäre damit das erste Verbot dieser Art in ganz Japan.

Gunst der Anwohner gewinnen

Die Yamaguchi-gumi ist eigentlich dafür bekannt, gegenüber Kindern zu Halloween sehr großzügig zu sein. Seit 2013 veranstalten sie kleine Partys an ihrem Hauptquartier im Nada Bezirk von Kobe und weiteren Orten. Die Kinder, die in der Nähe wohnen, bekommen oft Tüten voller Süßigkeiten und Snacks geschenkt.

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Auch wenn bis jetzt keine böse Absicht bei den Partys festgestellt werden konnte, sind sie der Polizei schon lange ein Dorn im Auge. Sie glauben, dass die Verbrecher mit den kleinen Geschenken die Gunst der Anwohner gewinnen wollen, was ihre Polizeiarbeit erschweren könnte. Die Gesetzesanpassung sieht deswegen ebenfalls vor, dass sie keine Kinder in ihre Büros lassen oder sie gar kontaktieren dürfen, um sie unter die Kontrolle der Gruppe zu bringen.

Es soll Strafen geben

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Letztes Jahr wurde das Event bereits abgesagt, allerdings weniger wegen der zahlreichen Warnung der Polizei und Lehrer, sondern wegen gewalttätigen Auseinandersetzungen mit einer verfeindeten Gruppe. Mitgliedern der Gruppe war es nicht erlaubt ihr Hauptquartier zur betreten. Mittlerweile unterliegt die Gruppe wegen der Konflikte mit der Kobe Yamaguchi-gumi weiteren Auflagen, um für Sicherheit zu sorgen.

Die Präfekturkommission soll zusätzlich mit der Gesetzesänderung in der Lage sein Strafen bei Verstößen von Reglungen auszusprechen. Wiederholungstätern soll eine Haftstrafe von bis zu sechs Jahren oder ein Bußgeld von bis zu 4.098 Euro drohen.

TAS

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