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HomeNewsYamaguchi veranstaltet Lachritual für eine gute Ernte

Lachen soll befreien und Freude bringen

Yamaguchi veranstaltet Lachritual für eine gute Ernte

NHK – Wo das Jahr nun allmählich zu Ende geht, bereiten sich Schreine in Japan auf 2021 vor. So werden unter anderem die letzten Rituale durchgeführt, die teilweise etwas skurril sind, um für eine gute Zukunft zu beten. In Yamaguchi ging es dabei etwas lustiger zu, dort fand nämlich das jährliche Lachritual statt.

Am Sonntag fand das traditionelle Ritual mit dem Namen Waraiko an dem Omatahachimangu-Schrein in Hofu statt. Um die 20 Personen nahmen in traditionellen Hakama an der ungewöhnlichen Veranstaltung teil. Normalerweise wird die Zeremonie paarweise in der großen Gebetshalle durchgeführt. Aufgrund von Covid-19 lief es aber etwas anders ab.

Wegen Covid-19 darf nur leise gelacht werden

Um das Ansteckungsrisiko möglichst niedrig zu halten, wurde das Event dieses Jahr draußen im Freien durchgeführt. In einer Gruppe, selbstverständlich mit Maske und Abstand, wurde dann zusammen zum Klang der Trommel des Oberpriesters gelacht.

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Das Ritual findet dabei in zwei Runden statt. Im ersten Teil sind es die Priester, die dreimal lachen. Der erste Lacher soll die Freude und Dankbarkeit der Menschen für die diesjährige Ernte ausdrücken. Als Zweites wird dann als Gebet gelacht, bei dem sich eine reiche Ernte für das kommende Jahr gewünscht wird.

Mit dem dritten Lacher sollen dann die Schmerzen und Trauer des Jahres vergessen werden, sodass die Menschen erleichtert ins neue Jahr gehen. Allerdings fiel diesmal das Gelächter ein wenig leiser aus, auch aus Gründen der Coronamaßnahmen. Normalerweise muss der Teilnehmer beim zu leisen oder unaufrichtigen Lachen das Ritual so lange wiederholen, bis es anständig ist.

Lachritual ist mehr als 800 Jahre alt

In der zweiten Runde durften dann auch Zuschauer am Tempel mitlachen, damit sich ihre Herzen auch mit Freude füllen. Während der ersten drei Lacher müssen sonst alle still sein. Wie erwartet waren es dieses Jahr eher wenig Zuschauer, die für das Event gekommen waren.

Mitsuyoshi Yoshitake, der das Ritual verwaltete, zeigte sich am Ende erleichtert. Er war froh, dass sie das Ritual trotz der derzeitigen Situation durchführen konnten. Für das nächste Jahr hofft er nun, dass es genauso fröhlich wird wie in den normalen Jahren davor.

Bei dem Event handelt es sich übrigens um keine moderne Tradition. Das Lachritual soll erstmal in der Kamakura Zeit unter den lokalen Bauern aufgetaucht sein und ist damit um die 800 Jahre alt. Es wird also schon seit Jahrhundert herzlich gelacht, um eine gute Ernte zu bekommen.

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