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YouTuber angeklagt wegen Prank-Video mitten auf der Shibuya-Kreuzung

Ein japanischer YouTuber und zwei weitere Männer wurden am Montag von der Staatsanwaltschaft angeklagt, nachdem sie mitten auf der überfüllten Shibuya-Kreuzung im Zentrum Tokyos einen Futon aufstellten und darin ihren Kollegen über die Kreuzung trugen für ein Prank-Video.

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Masahiro Harada, ein 29-jähriger YouTuber, bekannt als „Hezumaryu“, und seine beiden Komplizen, die in dem Video auftraten, blockierten mit ihrer Aktion die vielen Fußgänger auf der Shibuya-Kreuzung.

YouTube-Account wurde gelöscht

Harada sagte gegenüber den Ermittlern, dass er die Handlung nicht als Verbrechen betrachtet, solange kein Bett benutzt wird. Das sieht die Staatanwaltschaft anders und ermittelt nun gegen die drei Männer.

Ein ähnlicher Vorfall fand nämlich bereits 2019 statt, als eine andere Gruppe von Männern ein Bett auf der Shibuya-Kreuzung aufstellten. Während die Ampeln für die Autos auf Rot geschaltet wurden, schläft einer der Männer mitten auf der Kreuzung – im Bett. Daraufhin wurden sie wegen des Verstoßes gegen das Straßenverkehrsgesetz angezeigt.

Die Gruppe Crazy Challenger hatte im März 2019 bereits einen ähnlichen Prank durchgeführt. Bild: Youtube
Die Gruppe Crazy Challenger hatte im März 2019 bereits einen ähnlichen Prank durchgeführt. Bild: YouTube

Die Anschuldigung gegen Harada ist die jüngste in einer Reihe von Verhaftungen, darunter eine im Juli, nachdem er in einem Supermarkt in der zentraljapanischen Stadt Okazaki Sashimi für etwa 3,41 Euro gegessen haben soll, ohne ihn vorher zu bezahlen. Dies hat er als Prank Video hochgeladen und weitere fragwürdige Inhalte. Sein Kanal wurde kurz darauf von YouTube wegen Verstoßes gegen die Nutzerrichtlinien gelöscht.

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Hezumaryu sorgte allerdings schon vor seiner Festnahme für Ärger. Ebenfalls im Juli reiste er in verschiedene Präfekturen, darunter Yamaguchi, obwohl Bewohner aufgrund der Pandemie angehalten wurden, zu Hause zu bleiben. Zusammen mit Fans versuchte er fremden Menschen die Hand zu schütteln und filmte die ganze Aktion.

Während seiner Haft wurde Harada positiv auf das Coronavirus getestet. Infolgedessen wurde festgestellt, dass sich mehrere Personen, die in engem Kontakt mit ihm standen, darunter einige Polizeibeamte, mit dem Virus infiziert hatten.

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