Zahl der durch Syphilis Erkrankten erreicht in Japan neues Rekordhoch

Obwohl die Zentralregierung von Japan seit Jahren versucht, mehr über Geschlechtskrankheiten aufzuklären, verbreiten sie sich immer mehr. Die Zahl der Fälle von Syphilis erreichte 2017 nun mit 5.829 Erkrankten ein neues Rekordhoch. Das ist der 3,5-fache Wert im Vergleich zu 2014. Die Anzahl der Erkrankten stieg in 38 Präfekturen um das Doppelte an. Zum ersten Mal seit 44 Jahren überschreitet die Krankheit damit die 5.000 Marke.

Einen besonders rasanten Anstieg gab es bei jungen Frauen um die 20 in Provinzstädten. Den größten Anteil machen hingegen erwachsene Männer aus. Grund für die schnelle Verbreitung ist, dass viele gar nicht bemerken, dass sie die Krankheit haben. Dadurch geben sie ohne ihr Wissen es an die nächsten Personen weiter. Deswegen forderten Gesundheitsexperten alle auf, selbst bei dem kleinsten Verdacht sofort zum Arzt zu gehen. Ebenfalls spielt die steigende Zahl an Sexdienstleitungen und Dating-Apps eine Rolle.

Dass Syphilis vor allem im Anfangsstadium viele als harmlosen Ausschlag oder Jucken abtun, ist für die Erkrankten gefährlich. Da die Beschwerden oft von alleine besser werden, verzichten viele auf einen Arztbesuch. Eine Nichtbehandlung kann aber zu schweren Hirnschäden und dem Tod führen. Je eher der Arzt die Krankheit entdeckt, desto schneller lässt sie sich mit Penicillin behandeln.

Wer sich nicht sicher ist, ob er infiziert ist, soll einen kostenlosen Bluttest in den lokalen Gesundheitszentren machen. Die Menschen sollen vorsichtig sein, wenn der Partner in der Vergangenheit sexuell aktiv war und nicht getestet ist. Sollte ein Test positiv ausfallen, wird ein Antibiotikum verschrieben, das Patienten zwölf Wochen nehmen müssen. Wenn sich die Krankheit in einem fortgeschrittenen Stadium befindet, kann es zu einem Krankenhausaufenthalt kommen.

Quelle: Asahi

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