Zahl der Erkrankungen durch Röteln erreicht Rekordhoch

Schon im September gab es die Meldung, dass die Zahl der Rötelinfizierten so hoch wie schon lange nicht mehr ist. Wie erwartet, stieg trotz Warnungen und Aufklärungskampagnen die Zahl weiter an. Am Dienstag gab es nun die Meldung, dass es mittlerweile mehr als 1.000 Fälle gibt, was ein neues Rekordhoch ist.

Das National Institute of Infectious Diseases gab an, dass es seit Jahresbeginn mindestens 1.103 Fälle von Röteln gibt. Für die erste Oktoberwoche gab es einen Anstieg von 135 Infektionen im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt weist die Gesamtzahl einen Anstieg um fast das 12-fache zu 2017 auf.

Das Institut ist wegen der Zahl äußerst besorgt und befürchtet, dass sich die Krankheit weiterhin rasant ausbreiten wird. Gesundheitsminister Takumi Nemoto gab bei einer Pressekonferenz an, dass sie die Situation genauestens beobachten. Es besteht nämlich die Gefahr, dass es zu einer großen Epidemie kommt.

Ungeborene Babys sind besonders gefährdet

Zu den am stärksten betroffenen Gruppen gehören Männer im Alter von 30 bis 60 Jahren. Sie sind häufig nicht ausreichend informiert und geimpft. Die Organisation VPD! Protect Our Children fordert deswegen die Regierung dazu auf, die Kosten für die Impfungen zu übernehmen und notfalls Impfstoff aus dem Ausland zu importieren.

Zum schlimmsten Ausbruch der Krankheit kam es zwischen 2012 und 2013. Mehr als 16.000 Infektionen gab es, darunter 45 neugeborene Babys, die das kongenitale Rötel-Syndrom erlitten. Bei elf von ihnen waren die Einschränkungen so groß, dass sie verstarben.

Schwangere Frauen sollen vorsichtig sein

Deswegen fordert das Gesundheitsministerium erneut schwangere Frauen zu besonderer Vorsicht auf. Zudem sollten sie sich einem Röteln-Antikörpertest sowie einer Impfung unterziehen. Obwohl die Kinder noch nicht auf der Welt sind, können sie sich infizieren, was zu schweren Hirn-, Herz- oder anderen Organschäden führen kann. Bis jetzt gibt es glücklicherweise noch keine Meldungen von erkrankten Babys.

Da schwangere Frauen nicht geimpft werden dürfen, sollten sie besonders vorsichtig sein und auf die Symptome der Krankheit achten. Röteln machen sich überwiegend durch Fieber, Ausschlag und Halsschmerzen bemerkbar. Wer derartige Anzeichen aufweist, sollte sofort einen Arzt aufsuchen und den Kontakt zu anderen Menschen meiden.

Quelle: Mainichi Shimbun

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