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Im Geschäftsjahr 2018 8 Fälle mehr als im Jahr zuvor

Zahl der Kindstode durch Misshandlungen steigt in Japan an

Kindesmisshandlung ist auch in Japan noch immer ein Problem. Immer wieder erschüttern Fälle die Menschen. Nun wurden die Zahlen für das Geschäftsjahr 2018 veröffentlicht.

Laut einer Umfrage eines Expertenausschusses des Wohlfahrtsministeriums starben in Japan 2018 insgesamt 73 Kinder an Missbrauch. Das sind acht mehr als im Vorjahr.

Erstmals mehr Tode durch Vernachlässigung als durch körperliche Misshandlung

Nimmt man die Fälle heraus, in denen Kinder durch einen erweiterten Suizid ihrer Eltern starben, kommt die Umfrage auf 54 Fälle. In 25 dieser Fälle starben die Kinder aufgrund einer Vernachlässigung, etwa, weil sie nicht genug zu essen bekamen.

Mehr zum Thema:  Japan gibt Richtlinien zur Bekämpfung von Kindesmisshandlung heraus

Die Vernachlässigungsfälle überstiegen die Fälle von körperlicher Misshandlung, die sich auf 23 summierten, zum ersten Mal, seit der Ausschuss begann, Kindesmissbrauch mit Todesfolge für das Geschäftsjahr 2003 zu untersuchen.

Etwas weniger als die Hälfte der Fälle bei Kindern unter einem Jahr

Die Erhebung für das Geschäftsjahr 2018, die im März 2019 endete, umfasst auch einen Fall vom Januar 2019, der für viel Medienaufmerksamkeit gesorgt hatte. Ein 10-jähriges Mädchen aus der Präfektur Chiba starb nach Misshandlung durch ihren Vater.

Der Missbrauch von Kindern unter einem Jahr machte 22 Fälle oder 40,7 Prozent aller Fälle aus, von denen sieben Babys unter einem Monat betrafen.

Viele Tode aufgrund von Unvorsichtigkeit

In Fällen von Tod durch Vernachlässigung betrafen viele Fälle Eltern, die ihre Kinder in einer gefährlichen Umgebung allein ließen.

Das Missbrauchsmotiv war in acht Fällen „Nachlässigkeit beim Schutz“. Drei Todesfälle entstanden durch Handlungen, die nach Ansicht der Eltern Teil der Disziplinierung des Kindes waren.

Viele junge Kinder Opfer von Misshandlungen

Die Zahl der Todesfälle durch Misshandlung, ohne die Fälle von erweitertem Suizid durch die Eltern, seit dem Geschäftsjahr 2003 beläuft sich auf 833, wobei der Tod von Kindern unter einem Jahr 47,4 Prozent ausmacht.

Etwa 18,7 Prozent aller Fälle betrafen Kinder, die am Tag ihrer Geburt starben.

Gebärende Mütter waren die häufigsten Täter, die 54,5 Prozent der Todesfälle verursachten.

Soziale Absicherung spielt große Rolle

Nach der Analyse der Umfrageergebnisse erklärte der Expertenausschuss, dass Eltern und Kinder, die von sozialer Unterstützung und Verwandten isoliert sind, sowie diejenigen, die sich nicht vorgeburtlich untersuchen lassen, besonders berücksichtigt werden müssen.

Er schlug vor, dass die Zentralregierung und die Kommunen ein System für den Austausch von Informationen über Eltern und Kinder mit Krankenhäusern und Unterstützungseinrichtungen sowie mit Kinderberatungszentren ausarbeiten sollten, damit sie kranke Kinder kontinuierlich unterstützen können.

Anmerkung der Redaktion: Sollten Sie Suizidgedanken haben, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (http://www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen helfen konnten, einen Ausweg aus einer problematischen Situation zu finden.

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