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Zahl der Schulen sinkt

Zahl der Schüler in Japan in den letzten Jahren um 1 Million gesunken

Die Zahl der Schüler in den Grund- und Mittelschulen ist in Japan laut Daten der japanischen Regierung im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. In den letzten 10 Jahren sank die Zahl insgesamt um etwa 1 Million auf 9,56 Millionen.

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In 346 Gemeinden ist die Zahl in den letzten zehn Jahren sogar um mehr als 30 Prozent zurückgegangen. Die Daten unterstreichen noch einmal deutlich, dass die Bevölkerung in Japan immer schneller altert. Da die Geburtenrate in Japan sinkt, dürfte damit auch die Zahl der Schüler in den nächsten Jahren weiter zurückgehen.

Viele Schulen in ländlichen Regionen wurden geschlossen

Die Zahl der Grund- und Mittelschulen belief sich landesweit auf 29.793, ein Rückgang von 3.000, da immer mehr Schulen, besonders im ländlichen Regionen, schließen.

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Die Erhebung des Bildungsministeriums umfasst staatliche, kommunale und private Schulen. Der Besuch der Grundschule und der Junior High School ist in Japan Pflicht.

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Den stärksten Rückgang verzeichnete die Stadt Okuma in der Präfektur Fukushima. Dort ging die Anzahl in den letzten zehn Jahren um 99 Prozent zurück.

Grund dafür war die Evakuierung des Gebiets nach der Nuklearkatastrophe im Kraftwerk Fukushima Daiichi in der Stadt, die durch das massive Erdbeben und den Tsunami im Jahr 2011 ausgelöst wurde.

Im Dorf Kamikitayama in der Präfektur Nara sank die Zahl der Schüler um 81 Prozent, gefolgt von einem Rückgang um 65 Prozent im Dorf Nammoku in der Präfektur Gunma und einem Rückgang um 64 Prozent im Dorf Otaki in der Präfektur Nagano.

In 237 Gemeinden, von denen viele in städtischen Gebieten liegen, sowie in den Präfekturen Osaka, Aichi und Fukuoka stieg die Zahl allerdings leicht an.

Mehr Schüler in den städtischen Regionen

Ein Anstieg wurde insbesondere in Pendlerstädten, in Großstädten sowie aus Gemeinden gemeldet, die Maßnahmen zur Unterstützung von Haushalten mit Kindern durchgeführt haben. Was allerdings auch die Bevölkerungskonzentration in den städtischen Regionen unterstreicht.

So stieg die Zahl zum Beispiel in Nonoichi in der Präfektur Ishikawa um 20 Prozent auf 4.842 und in dem Dorf Minamiminowa in Nagano um 6 Prozent auf 1.501.

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