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Japan wird Gesetz gegen Tierquälerei im Juni verschärfen

Zahl der Tiermisshandlungen in Japan erreichte 2019 neues Rekordhoch

Ab diesem Jahr soll in Japan ein schärferes Tierschutzgesetz gelten, nachdem es in der Vergangenheit an der alten Version viel Kritik gegeben hat. Dass härtere Strafen dringend notwendig waren, zeigen die Fallzahlen vom letzten Jahr. Laut der japanischen Polizei gab es mit mehr als 100 Fällen an Tiermisshandlungen ein neues Rekordhoch.

Am Donnerstag gab die japanische Polizei bekannt, dass die Zahl der mutmaßlichen Fälle an Tiermisshandlung 2019 bei 105 Meldungen lag. Das ist ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr und laut nationaler Polizeibehörde der höchste Wert seit dem Aufzeichnungsbeginn 2010. Obwohl die Fälle als mutmaßlich bezeichnet werden, liegen zu einigen Videobeweise vor, die von den Tätern selbst ins Netz gestellt wurden.

Misshandlungen werden ins Internet gestellt

Bei 66 Fällen wurden Katzen gequält und bei 27 Hunde. Unter den restlichen Meldungen sind hingegen Vögel, Pferde, Frettchen und sogar Waschbären zu finden. In 49 Fällen wurden Tiere einfach ausgesetzt. Bei 36 Fällen kam es zur Vernachlässigung von Tieren oder anderen Formen von Misshandlungen. In den restlichen 20 Fällen kamen die Tiere zu Tode.

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Ein Fall, der für Aufsehen sorgte, wurde letzten Juli öffentlich. Die Polizei nahm einen Mann wegen Tiermisshandlung fest, nachdem Personen sie über ein Video informiert hatten, das online zu sehen war. Die Aufnahmen zeigten, wie der Mann seinem Sittich ein Kondom überzog und ihn mit einem Stock stupste. Im Oktober letzten Jahres wurde der Mann aufgrund der Misshandlung zu einer Geldstrafe von 1.659 Euro verurteilt.

Gesetzeslage wird verschärft

Der Fall wurde noch nach dem alten Tierschutzgesetz entschieden. Ab diesem Juni tritt eine veränderte Fassung in Kraft. Die Änderungen des Gesetzes sehen deutlich härtere Strafen vor, um der steigenden Zahl der Misshandlungen entgegenzuwirken.

Wer ein Tier tötet, mit ein paar Ausnahmen, muss mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe von bis zu 41.485 Euro rechnen. Bis jetzt gab es nur maximal eine Strafe von zwei Jahren Haft oder eine Geldstrafe von 16.608 Euro.

Kyodo

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