Anzeige
HomeNachrichten aus JapanZahl der Verfügungen gegen Stalker erreicht in Japan Rekordhoch

Zahl der Verfügungen gegen Stalker erreicht in Japan Rekordhoch

Obwohl Japan eine ziemlich niedrige Kriminalitätsrate besitzt, ist Stalking ein großes Problem. Aus dem Grund überarbeitete die Regierung 2017 die Gesetze und verschärfte sie deutlich. Das hat nun deutliche Auswirkungen auf die Statistiken. Letztes Jahr gab es laut der National Police Agency ein Rekordhoch an Verfügungen gegen Stalker.

Anzeige

Mehr als 1.000 Anträge gab es gegen Stalker. Im Vergleich zu den gesamten Meldungen ist dies jedoch gering. 2018 gab es 21.556 Berichte von Stalking. Das ist zum sechsten Mal in Folge über der 20.000 Marke. Allerdings sind es 1.523 Fälle weniger als 2017, was durchaus gute Nachrichten sind.

Weniger gut ist der Anstieg der Stalkingfälle auf sozialen Medien. Seit 2017 ist das erstmals strafbar, trotzdem kam es mit 1.157 Fällen letztes Jahr zu einem neuen Rekordhoch. Insgesamt ist das ein erschreckender Anstieg von 70 Prozent. Besonders problematisch ist dabei, dass die Täter häufig anonym bleiben und so eine Aufklärung unmöglich ist.

Die meisten Anzeigen machten Frauen mit 88 Prozent. Personen in ihren 20ern waren mit 36 Prozent die häufigste Altersgruppe unter den Opfern. Allgemein waren fast die Hälfte der Betroffenen 29 Jahre oder jünger. Bei den Tätern mit Verfügung hingegen waren mehr als die Hälfte ehemalige Ehepartner, Ex-Freundinnen oder Ex-Freunde. 15 Prozent der Gesamtzahl der Stalker ließen sich nicht identifizieren.

Die Polizei ruft mit dem Bericht alle auf, frühzeitig gegen Stalker zu handeln, da sie so Schäden für das Opfer verhindern. Mit der Zeit können die Täter nämlich durchaus gewalttätig werden. Dank des neuen Gesetzes ist es möglich, eine einstweilige Verfügung gegen die Täter zu erwirken, ohne sie vorher zu ermahnen, wie es sonst üblich war.

Anzeige

Quelle: NHK

Anzeige
Anzeige