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Zoo von Sapporo setzt beim Tierschutz auf künstliche Intelligenz

Der städtische Tierpark von Sapporo, der Maruyama-Zoo, befindet sich zur Zeit in einer Phase der Modernisierung. Eine künstliche Intelligenz analysiert bald das Verhalten der Tiere, um Rückschlüsse auf deren Gesundheit zu ermöglichen.

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Der Zoo arbeitet mit vielen externen Parteien, zum Beispiel mit der Universität von Hokkaido, an diesem Programm. Ziel ist es, ähnliche Kontrollsysteme auch für andere Lebensbereiche bereitzustellen. Dieses neue Geschäftsmodell soll sowohl die Infrastruktur des Zoos weiterentwickeln als auch neue Einnahmen generieren.

Die Aufgaben von Zoos haben sich in der letzten Zeit gewandelt. Diese Entwicklung lässt sich auch beim Maruyama-Zoo beobachten. Eine neue zentrale Funktion sehen die Verantwortlichen im Tierschutz. Durch Zuchtprogramme in einer möglichst natürlichen Umgebung wirbt man gleichzeitig für den Erhalt der Ökosysteme.

Osamu Kato, der Direktor des Tierparks, legt in der Anfangszeit den Fokus auf das Sammeln von Daten über die unterschiedlichen Tierarten. Dabei wird ausprobiert, wie weit die Verantwortlichen bei der Überwachung gehen können, ohne die Tiere in ihrem natürlichen Verhalten zu stören. Auf diese Weise verringert sich auch die Arbeitsbelastung der Zoowärter.

Das erste Meeting der Verantwortlichen fand am 25. Januar statt. Neben Vertretern der Stadt waren Wissenschaftler, die an künstlicher Intelligenz forschen, bei dem Treffen dabei. Dabei wurden unter anderem die Ergebnisse früherer Experimente mit Orang-Utans und Schimpansen präsentiert. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent kann mit dem System ein einzelnes Tier identifiziert und überwacht werden.

Schimpansen im Maruyama Zoo
Bild: Maruyama-Zoo Sapporo
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Für die Zukunft plant man Daten über die Verhaltensmuster verschiedenster Zoo-Tiere zu sammeln. Bei ungewöhnlichem Verhalten oder minimalen Veränderungen der Gesundheitsparameter alarmiert das System dann selbstständig die Zoowärter.

Im letzten Jahr starben im Maruyama-Zoo kurz nacheinander einige, auch seltene, Tiere. Die künstliche Intelligenz hilft Anomalien schneller zu erkennen und ermöglicht eine bessere Überwachung als sie von den Angestellten allein sichergestellt werden kann. Im März geben die Verantwortlichen einen ersten Überblick über die Möglichkeiten des intelligenten Systems.

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