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Zugbetreiber in Japan will entgleiste Waggons als Schulungsobjekte nutzen

Waggons sollen helfen ein erneutes Unglück zu vermeiden

Der japanische Zugbetreiber West Japan Railway Co. will alle Waggons eines Zuges, der 2005 entgleiste und ein Mehrfamilienhaus rammte, für Schulungszwecke benutzen. Bei dem Unfall sind 107 Menschen gestorben.

Laut japanischen Medien plant JR West die Erweiterung ihres Schulungszentrums für Mitarbeiter in Suita.

Erinnerung an die Opfer des Zugunfalls soll gewahrt werden

Ein leitender Angestellter des Unternehmens sagte, dass viel mehr Zeit erforderlich sein wird, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird, ob die Waggons verschrottet und schmerzhafte Erinnerungen an die Katastrophe beseitigt werden sollen oder ob sie verwendet werden sollen, um die Erinnerung an die Opfer zu wahren und einen erneuten Unfall zu verhindern.

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„Die Entscheidung werde weitgehend auf den Gefühlen der Hinterbliebenen und Überlebenden des Unglückes beruhen“, so der Mitarbeiter.

Im April 2005 auf der JR Takarazuka-Linie in Amagasaki versucht ein Lokführer seine Verspätung auszugleichen. Er fuhr mit zu hoher Geschwindigkeit in eine Kurve worauf der Zug entgleiste und in ein Mehrfamilienhaus stürzte.

562 Menschen wurden bei dem Unfall verletzt, 107 Menschen starben, darunter auch der Lokführer.

Die sieben Waggons werden zurzeit in Hyogo und in Osaka aufbewahrt.

Angehörige der Opfer entscheiden

JR West sprach mit den Hinterbliebenen, bevor der Plan, die Waggons für Schulungszwecke zu verwenden, ausgearbeitet wurde. Viele der Angehörigen drängten darauf, dass die Waggons erhalten bleiben, um die Erinnerung an die Opfer wach zu halten.

Eine Gruppe von Angehörigen fordert, dass die Waggons ausgestellt werden. Allerdings stößt dieser Plan auf Kritik, da viele meinen, dass sie nur an den Schmerz erinnert werden würden.

Die Mehrheit der Opfer erklärte sich damit einverstanden, die Waggons für Sicherheitstrainings zu verwenden. Sie wollten, dass die Mitarbeiter von JR West die Tragödie des Unfalls spüren und diese Erfahrung nutzen.

JR West unter Kritik

Nach dem Unfall geriet JR West unter Kritik, weil das Unternehmen seine Fahrer strengen Pünktlichkeitsregeln unterwarfen und verspätete Fahrer zu einem Umschulungsprogramm gezwungen wurden.

Das Unternehmen überarbeitete sein System und eröffnete 2007 die Sicherheitsschulungsanlage für Mitarbeiter in Suita, um die Lehren aus der Amagasaki-Katastrophe weiterzugeben.

Die Einrichtung, zu der auch ein Kenotaph gehört, bewahrt einen Teil des Gebäudes, das vom Zug getroffen wurde. Das ursprünglich neun Stockwerke hohe Gebäude hat nun vier Stockwerke und erinnert an den Tag der Katastrophe.

AS

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