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Frauen besonders gefährdet

Zunahme der häuslichen Gewalt und sexuellen Missbrauch in Japan durch den Kampf mit dem neuen Coronavirus erwartet

In Japan schlagen Selbsthilfegruppen Alarm, dass die Maßnahmen zur Bekämpfung des neuen Coronavirus in Japan zur Zunahme der häuslichen Gewalt führen könnten, da die Opfer ohne Fluchtmöglichkeiten zu Hause festsitzen.

Das All Japan Women’s Shelter Network fordert die japanische Regierung auf, die Opfer angesichts des zunehmenden Homeoffice besser zu unterstützen.

Japans Regierung muss Menschen, die häusliche Gewalt erleben, helfen

Die Organisation, die Menschen, die häusliche Gewalt erlebt haben, Unterstützung bietet, fordert eine Aufstockung der Beratungsstellen und der Einrichtungen zum Schutz für Kinder. Außerdem sollen Menschen, die vor häuslicher Gewalt fliehen, direkt Geld bekommen, wenn sie aus einem Haushalt, der bereits aus einem Maßnahmenpaket Geld bekommt, kommen.

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Diese Zahlungen zur Unterstützung von Familien, die finanziell unter der Coronavirus-Pandemie leiden, werden normalerweise an Personen gezahlt, die nach dem japanischen Familienregistersystem als Haushaltsvorstand eingetragen ist. Im Normalfall ist das üblicherweise der Ehemann.

Mittlerweile melden sich immer mehr Menschen, insbesondere Frauen, die unter der aktuellen Situation leiden. Die Organisation zitierte eine Frau die sagte: „Mein Mann fing an, von zu Hause aus zu arbeiten und meine Kinder gehen nicht zur Schule. Mein Mann wurde aggressiv und fing an, sich körperlich an uns zu vergreifen.“

Viele Menschen fordern die Organisation auf, eine Webseite einzurichten, wo Opfer sich austauschen können, da immer mehr Angst davor haben, zu einer persönlichen Beratung zu fahren.

Tokyo aufgefordert Notunterkünfte für Obdachlose und Opfern von Gewalt schaffen

Ein Sozialarbeiter hat auf Change.org eine Petition gestartet, in der er die Stadtverwaltung von Tokyo auffordert Notunterkünfte für Obdachlose und Menschen zu schaffen, die vor häuslicher Gewalt fliehen, da befürchtet wird, dass durch den verhängten Ausnahmezustand Internetcafés und ähnliche Einrichtungen geschlossen werden.

Normalerweise suchen diese Menschen Zuflucht in genau solchen Einrichtungen, wenn sie keine andere Möglichkeit haben.

Experten befürchten außerdem, dass die Schließung verschiedener Einrichtungen für Jugendliche, insbesondere Mädchen, die Gefahr von sexuellen Missbrauch steigen wird, da diese Personengruppe keine Möglichkeit hat, zu fliehen.

UN warnt vor Gewalt gegen Frauen

UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat die Regierungen aufgefordert, dafür zu sorgen, dass die Verhütung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen ein wesentlicher Bestandteil ihrer COVID-19-Gegenmaßnahmen ist, und einen „schrecklichen globalen Anstieg häuslicher Gewalt“ infolge von Sperren als Reaktion auf die Pandemie angeführt.

Die Vereinten Nationen berichteten, dass sich die häusliche Gewalt in China seit der Pandemie verdreifacht hat, während die Internetrecherchen zu diesem Thema in Australien in den letzten fünf Jahren auf dem höchsten Stand waren.

„Für viele Frauen und Mädchen ist die Bedrohung dort am größten, wo sie am sichersten sein sollten: in ihren eigenen vier Wänden“, sagte Guterres in einem Video, das am Montag auf seinem offiziellen Twitteraccount veröffentlicht wurde.

„Gemeinsam können und müssen wir Gewalt überall verhindern, von Kriegsgebieten bis zu den Häusern der Menschen, während wir daran arbeiten, COVID-19 zu besiegen“, sagte er.

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