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HomeNachrichten aus JapanZustimmung für das japanische Kabinett weiter im Sinkflug

Kritik am Umgang mit der Vereinigungskirche

Zustimmung für das japanische Kabinett weiter im Sinkflug

Die Zustimmung der Bevölkerung für das japanische Kabinett hat laut einer neuen Umfrage ein neues Rekordtief erreicht. Insbesondere der Umgang mit der Vereinigungskirche, besser bekannt als „Moon-Sekte“, wird kritisiert.

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Laut der Umfrage der Zeitung Asahi Shimbun stehen nur noch 37 Prozent der japanischen Bevölkerung hinter dem Kabinett. Es ist zudem das erste Mal, dass die Werte in einer Umfrage der Zeitung auf unter 40 Prozent gesunken sind, seitdem Fumio Kishida im vergangenen Jahr Premierminister von Japan wurde.

Ablehnung zum dritten Mal höher als die Zustimmung für das japanische Kabinett

Zum dritten Mal in Folge ist die Ablehnung höher ausgefallen als die Zustimmung, insgesamt sprachen sich 51 Prozent der Befragten gegen das Kabinett aus.

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Unter den Befragten, die die LDP unterstützen, sprachen sich 68 Prozent für das Kabinett aus, 25 Prozent dagegen. Unter den parteilosen Wähler:innen sprachen sich 62 Prozent gegen das Kabinett aus.

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Vorwiegend bei jüngeren Befragten steht es um die Zustimmung für das japanische Kabinett nicht sehr gut. 33 Prozent der über 30 -Jährigen und 29 Prozent der 18- bis 29-Jährigen sprachen sich dagegen aus.

Auf die Frage, ob der japanische Premierminister Führungsstärke beweist, antworteten 24 Prozent der Befragten, dass er das tut, 69 Prozent gaben an, dass er keine Führungsstärke beweist.

Hin und her des Premierministers kommt nicht gut an

Dass der japanische Premierminister immer wieder seine Meinung ändert, kommt ebenfalls nicht sehr gut in der Bevölkerung an. Zuletzt tat er das bei dem Skandal um den ehemaligen Justizminister Yasuhro Hanashi.

Hanashi wurde am 11. November seines Amtes enthoben, weil er meinte, dass er nur in TV-Shows eingeladen werde, wenn er ein Todesurteil bestätigt. Kishida stand lange hinter seinem Minister, hatte seine Meinung allerdings am 11. November geändert, nachdem sich abgezeichnet hat, dass es erneut Stimmen kosten wird, ihm im Amt zu belassen.

In der Umfrage gaben 59 Prozent der Befragten an, dass sie den Umgang des japanischen Premierministers mit der Situation missbilligen.

Hanashi war innerhalb kürzester Zeit der zweite Minister, der seinen Posten räumen musste. Ende Oktober wurde Dahishiro Yamagiwa gezwungen zurückzutreten, da er über seine Verbindungen zur Vereinigungskirche gelogen hatte.

Nur vier Tage später wurde Yamagiwa zum Vorsitzenden des Corona-Ausschusses der LDP ernannt. In der Umfrage gaben 76 Prozent der Befragten an, dass sie diese Ernennung für unangemessen halten.

Umgang mit der Vereinigungskirche schadet weiterhin

Überhaupt schadet die Situation rund um die Vereinigungskirche weiterhin der Zustimmung. 77 Prozent der Befragten gaben bei der Umfrage an, dass die LDP Berichten nachgehen sollte, die Verbindungen zwischen Politikern und der Sekte aufzeigen. Nur 15 Prozent halten dies für unnötig.

Bei der Frage, wie Kishida mit den Verbindungen von Politikern zur Kirche umgeht, stimmten 23 Prozent seinem Umgang mit dem Thema zu, 67 Prozent halten den Umgang mit der Situation allerdings für falsch.

Auf die Frage, ob sie sich durch die steigenden Lebensmittel-, Versorgungs- und Benzinpreise belastet fühlten, gaben 73 Prozent der Befragten an, dass dies der Fall sei. 27 Prozent gaben an, dass sie sich nicht so sehr belastet fühlten.

Auf die Frage nach dem Konjunkturpaket der Regierung, das eine Entlastung bei der Strom- und Gasrechnungen vorsieht, stimmten 46 Prozent dem Paket zu und 50 Prozent sprachen sich gegen die geplanten Maßnahmen aus.

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