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Zwei Lehrer in Kobe werden nach Mobbing von Kollegen gefeuert

Untersuchungsbericht zählt 123 Formen von Mobbing auf

Letztes Jahr sorgte der Mobbingfall an einer Grundschule in Kobe für großes Entsetzen. Bei den Opfern handelte es sich um Lehrer, die von ihren Kollegen teilweise aufs Schwerste misshandelt wurden. Kürzlich wurde der Abschlussbericht der Bildungsbehörde veröffentlicht und nun feuerte die Stadt zwei der Täter.

Die Bildungsbehörde von Kobe entließ bereits am Freitag die zwei Lehrer aus dem Dienst an der Higashisuma Grundschule. Die beiden Männer im Alter von 34 Jahren waren massiv in den Mobbing-Skandal verwickelt, der Oktober 2019 öffentlich bekannt wurde. In dem offiziellen Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses des Bildungsausschusses heißt es, dass vier Lehrer in 123 Formen vier andere Lehrer misshandelt haben.

Entlassene Männer waren besonders bösartig

Einer der entlassenen Männer soll dabei für 89 Fälle verantwortlich sein, was die höchste Zahl unter den vier Tätern ist. Unter anderem zwang er einen Lehrer scharfes Curry zu essen, was bildlich dokumentiert ist und er zwang eine Kollegin sexuelle Nachrichten zu versenden.

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Der zweite Mann ist für 34 Fälle verantwortlich, darunter wiederholte sexuelle Belästigung. Zu der Kündigung der beiden sagte die Behörde, dass die Männer auf besonders bösartige Art die Menschen misshandelten.

Schulleiter werden ebenfalls bestraft

Die zwei anderen Täter kamen jedoch nicht straflos davon. Eine 45 Jahre alte Lehrerin wird für drei Monate vom Dienst suspendiert. Ein 37 Jahre alter Lehrer erhält für drei Monate eine Lohnkürzung von zehn Prozent. Beide werden zusätzlich in andere Schulen versetzt, da es unangemessen sei, sie im aktuellen Zeitraum weiter unterrichten zu lassen. Alle vier Täter müssten seit Bekanntwerden des Skandals unbezahlten Urlaub nehmen.

Der ehemalige Schulleiter, der während der Vorfälle im Amt war, erhielt eine dreimonatige Suspendierung. Er soll mindestens in zwei Fällen an dem Mobbing beteiligt gewesen sein. Unter anderem zwang er einen Lehrer zu einer Trinkparty. Der aktuelle Schulleiter bekam von der Schulbehörde eine Gehaltskürzung von zehn Prozent für drei Monate. Begründet wird das mit der Verletzung seiner Aufsichtsverantwortung.

MS

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