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Zweifel an den Olympischen Spielen werden in Japans Politik lauter

Die Olympischen Spiele sollen im Juli eröffnet werden, doch der Widerstand wird größer und mittlerweile diskutieren auch immer mehr Beamte der Stadtverwaltung eine Absage der Veranstaltung.

Immer mehr Menschen lehnen die Spiele ab, selbst Sponsoren stellen die Veranstaltung mittlerweile infrage.

Absage der Spiele könnte Wahlkampfthema werden

Die Gouverneurin von Tokyo bekräftigt zwar, dass sie alles dafür tun wird, damit die Olympischen Spiele sicher stattfinden werden, aber ein hoher Beamter der Stadtverwaltung sagte, dass es mittlerweile wenig überraschend wäre, wenn Koike die Veranstaltung absagt.

Auch die Gouverneurin wirkt mittlerweile Ratlos. Während eines Treffens der Coronavirus-Taskforce am Donnerstag in Tokyo sagte Koike: „Die Neuinfektionen gehen überhaupt nicht zurück.“

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Eigentlich war es das Ziel der Stadtverwaltung den mittlerweile dritten Ausnahmezustand durch strikte Maßnahmen schnell zu beenden. Dieses Ziel wurde aber bereits verfehlt, denn die Maßnahme wurde bis Ende des Monats verlängert und die Infektionszahlen steigen weiter an.

Da in Tokyo bald Wahlen anstehen, gab es bereits Gerüchte, dass die Regionalpartei Tomin First no Kai (Tokyoites First) eine Absage der Olympischen Spiele zum zentralen Punkt in ihrem Wahlkampf macht.

Zwar sagte ein Mitglied der Partei bereits, dass man nicht darüber diskutiert, eine Absage zu einem Wahlversprechen zu machen, aber wenn Koike sich dafür entscheidet, müssten die anderen Mitglieder folgen.

Die Zeit für eine Entscheidung wird allerdings langsam knapp und viele Mitarbeiter der Stadtverwaltung halten es nicht mehr für möglich, die Spiele stattfinden zu lassen.

Zweifel an der Durchführung der Olympischen Spiele nimmt auch in der Regierung zu

Neben der Diskussion in Tokyo wird Skepsis gegenüber den Olympischen Spielen auch in der Regierungspartei immer lauter.

„Die Durchführung der Spiele scheint schwierig zu sein“, so ein LPD-Mitglied, dass dem Premierminister nahesteht.

Auch aus der Opposition sind immer mehr kritische Stimmen zu hören.

Dennoch betont Japans Premierminister weiterhin, dass die Spiele stattfinden werden.

Auch die Botschaft des IOC und der lokalen Organisatoren bleibt die gleiche, man arbeitet darauf hin, dass die Olympischen spiele stattfinden werden.

Für das IOC gibt es zudem keinen „Plan B“, wie John Coates, der der Leiter der Koordinierungskommission des Internationalen Olympischen Komitees im vergangenen Jahr sagte.

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